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MOMENT OF DETONATION - Re-Blank the Canvas

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Moment-Of-Detonation-Re-Blank-The-Canvas
Artist MOMENT OF DETONATION
Title Re-Blank the Canvas
Homepage MOMENT OF DETONATION
Label SONISCARS RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Es war sicherlich keine so große Überraschung, dass MOMENT OF DETONATION 2013 mit “The Legacy they left us with” den Titel des “Demo des Monats” im Rock Hard abgreifen konnten. So waren Shouter Andreas Lohse und Gitarrist Jens Schäfer bereits in den 90ern mit ihren Bands LOST CENTURY und THOUGHT SPHERE unterwegs und wissen somit, wie man Songs schreibt und Platten aufnimmt. Von dieser Erfahrung konnte nicht nur das vielseitige Demo profitieren, sondern ohne Frage auch das Debüt “Re-Blank the Canvas”!

Mit diesem hat man im Vergleich zum erwähnten Debüt eine deutliche Entwicklung vollzogen. So ist erstmal das Line Up zum Duo geschrumpft, dafür ist die Mucke deutlich vielseitiger und auch schwerer zugänglich geworden. So macht es z.B. “Pausing for Emphasis” dem Hörer alles andere als einfach. Mit ungewohnten Effekten garniert, zittern sich die Riffs durch den kantigen Song, der sowohl mit leicht schrägen, cleanen Vocals als auch satten Death Metal-Growls aufwartet. Dabei sind die schrägen Vocals deutlich NICHT Unvermögen, sondern durchaus gewollt, beweist Herr Lohse doch im Verlauf des Songs, dass er durchaus auch kraftvoll und satt sauber singen kann. So dürfte so mancher, mir inklusive, etwas Schwierigkeiten mit diesem Opener haben.

Flüssig geht es in den, nach der Band benannten, Song “Moment of Detonation” über und mit diesem definieren die Düsseldorfer ihren, aus meiner Sicht, Signature-Sound. Satte Death/ Thrash-Riffings, einige proggige, wummernde Drumfolgen und gelungener, von kraftvollen Growls zu packenden cleanen Vocals wechselnder Gesang. Dieser Sound packt sofort! Der Stil, den ich mal salopp Death/ Thrash Metal mit NEVERMORE-Würze nennen würde, zieht sich dann durchs gesamte Album. Sei es “The Importance of Honesty” mit seinen mitreißenden cleanen Vocals, das etwas direktere “Husk” mit seinem infernalischen Finale, das mit klassischem Thrash-Riffing garnierten “Braille-Maps to Eden” oder das nochmal etwas verspieltere und schrägere “Recollections of a misantrophic Diarist”… “Re-Blank the Canvas” bietet sehr viel Abwechslung und braucht sehr viel Aufmerksamkeit!

So ist dieses Full Length-Debüt kein Album, welches man mal eben so nebenher hören kann und sollte. Denn so findet man erstmal nicht den nötigen Zugang zu den Songs und verpasst dadurch eben diese sehr abwechslungsreichen, mit vielen Facetten gespickten, musikalisch anspruchsvollen aber doch auch recht schwer verdaulichen Metal-Brocken. Der große Vorteil ist dabei, wie eingangs erwähnt, die lange Erfahrung der Musiker, so dass die Produktion sowohl kraftvoll als auch transparent genug gelungen ist, was für diesen Sound ungemein wichtig ist. Da darf man gespannt sein, was die Kollegen in Zukunft noch zu bieten haben!

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