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MOMMY HURT MY HEAD - s/t

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Artist MOMMY HURT MY HEAD
Title s/t
Homepage MOMMY HURT MY HEAD
Label PROGRESS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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Nach LEAETHER STRIP könnte diese Band der nächste nennenswerte dänische EBM- und Industrial-Export werden. Dabei war Mastermind Der Doktor um die Jahrtausendwende und nach dem Break mit ARZT + PFUSCH mit MOMMY HURT MY HEAD zunächst auf Neofolk-Pfaden unterwegs. Als sich 2005 Abn pAn dem Projekt anschloss, wandelte sich jedoch schon bald die musikalische Ausrichtung und so gibt’s jetzt knackigen Oldschool-Elecktro auf die Ohren.

Ganz in der Tradition von FRONTLINE ASSEMBLY, SKINNY PUPPY und den bereits genannten LEATHER STRIPs lassen es MOMMY HURT MY HEAD elektronisch krachen, dass es nur so eine Freude ist. Das Ganze klingt deutlich nach dem Sound der elektrifizierten Neunziger, was aber keine Schande sein muss, wenn’s richtig angestellt wird. Diesbezüglich kann man dem Duo, das live von einer Person namens Néff3 unterstützt wird, nichts vorwerfen. Über annähernd 70 Minuten und elf Songs präsentieren die Dänen treibenden Elektro mit sämtlichen Zutaten, die es für ein gelungenes Songwriting braucht. Die Synthies drängen druckvoll nach vorn und natürlich fehlen auch die genretypischen verzerrten Vocals nicht bei MHMH. Gesungen wird auf Englisch, auch wenn der Songtitel „Syv Ni Tretten“ skandinavische Wurzeln vermuten lässt. Bei „Darkest Wrong“ gesellt sich dazu noch eine Kinderstimme, die gerade von einer verständnisvollen Sozialarbeiterin befragt wird, ob denn der Mutti auch schon mal die Hand ausrutscht. Die Deutung des kindlichen Gekritzels auf dem Cover überlasse ich in diesem Zusammenhang dann auch mal dieser Berufsgruppe und dem geneigten Leser und begnüge mich damit, dem Track jede Menge Schmackes zu bescheinigen. Das finale „Goodbye“ zeigt sich nicht ganz so eingängig wie seine kraftstrotzenden Vorgänger und verlangt mit seinen leicht dissonanten Unwägbarkeiten ein wenig mehr Aufmerksamkeit vom Hörer.

Insgesamt gibt’s jedoch nichts zu meckern, man sollte die Scheibe nur laut genug hören, damit sich die Songs auch richtig ins Hirn hämmern können. Nur Slow Motion und Betulichkeit darf man von MOMMY HURT MY HEAD nicht erwarten.

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