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MONKEY FIST - Infinite Monkey

VN:F [1.9.22_1171]
Monkey Fist
Artist MONKEY FIST
Title Infinite Monkey
Homepage MONKEY FIST
Label CLABASSTER RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Seit Ende 2014 schraubt ein frischer Wüstenwind aus muffigen Bremer Katakomben herauf. Denn seit drei Jahren schicken sich MONKEY FIST an, mit zeitgenössischem Fuzzrock über die norddeutsche Tiefebene zu heulen. Zeitgenössisch, weil sich hier einiges vermengt: Popstrukturen mit Riffs und Fuzzsounds aus den guten alten 70ern ebenso wie Melodien, die an die Hoch-Zeit des melodischen (Noise-) Rock aus den 90ern erinnern. „Infinite Monkey“ ist das Langspiel-Debüt von Torben Janz am Schlagzeug, Jan Schmidt am Gesang, Jann van Damme und Willem-Paul de Gast an den Gitarren und am zweiten Gesang sowie Mathias Krause am Stahlsaiter.

Wie der Fünfer auf den Affen gekommen ist, vermag ich nicht zu sagen, aber irgendwie scheint sich bei den Nordlichtern alles um unsere haarigen Verwandten zu drehen, denn gleich zu Beginn feiern MONKEY FIST ein „Monkey Fuckfest“, das mit viel Schmackes ins Ohr geht. Das nachfolgende „Bloodfest“ gibt nicht nur jedem Instrument ausreichend Raum, es überzeugt auch mit kraftvollem Gesang und überraschenden Wendungen. Mit „Jetstream“ zieht das Tempo an und „Satan’s Feather“ gefällt mit abwechslungsreichen Gitarrenriffs. Beim straighten „Hopesick“ wird dann auch mal gegrowlt, bevor das stampfende „Evergreen Valley“ Stoner- und Prog-Rocker vereinen dürfte. So in Wallung gekommen, wird mit „Shapes“ die Wüste gerockt, ehe „Things I Own“ zum finalen Ausflug über staubige Highways einlädt. An dieser Stelle wird dann ausnahmsweise auch mal nicht nur gebrettert, sondern auch mal vom Gas gegangen. Sozusagen, um die Schönheit rechts und links des Weges besser wahrnehmen zu können und eine weiter Facette der musikalischen Möglichkeiten zu zeigen.

MONKEY FIST offerieren mit „Infinite Monkey“ eingängigen, fuzzigen Stoner-Rock mit untypisch düsteren und melodischen Vocals. Wo andere Genre-Vertreter zu virtuosen Soli greifen, wird es an der Weser atmosphärisch, verhallt und zerbrechlich schön, ohne es jemals am nötigen Druck mangeln zu lassen.

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