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MOONSORROW - V: Hävitetty

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Moonsorrow-Haevitetty.jpg
Artist MOONSORROW
Title V: Hävitetty
Homepage MOONSORROW
Label SPIKEFARM
Leserbewertung
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8.2/10 (29 Bewertungen)

Einen Hang zu und vor allem Talent für epische Meisterwerke haben die Finnen MOONSORROW schon mit ihren letzten Werken wie dem großartigen „Verisäkett“ eindrucksvoll bewiesen. Songs mit über 10 Minuten Spielzeit, die einen auf eine bedingungslose Reise durch die Höhen und Tiefen der Seele und die verschiedensten Sphären des Universums geleiten. Doch was die nordischen Durchstarter mit ihrem fünften Werk vollbracht haben, ist wirklich mehr als imposant. Ein Album, zwei Songs, gut 57 Minuten Spielzeit.

Sanft wird „Jäästa Syntynyt Varjojen Virta/ Born of Ice Stream of Shadows“ eingeleitet. Warme Synth-Teppiche, leise Gitarrenmelodien, einfühlsame Drums. Langsam füllt sich das Szenario, Chöre setzen ein, die Riffs werden fordernder und dann ertönt der erste kraftvolle Scream des Herren Ville Sorvali. Eine 7minütige Einleitung in ein Musterbeispiel nordischer Extrem-Musikkunst. Denn nun lassen MOONSORROW die Sau raus… groovig-treibende Doublebass-Drums, klirrende Black-Riffs und fiese Vocals wechseln sich mit getragenen Passagen, epischen Viking-Einlagen und sogar Folk-Phasen ab. So kreieren die Finnen alleine schon mit dem ersten Teil des Albums eine Reise durch alle Facetten der skandinavischen Mythologie. Man lässt sich von der tollen Atmosphäre einfach mitziehen auf diesen Flug und merkt gar nicht, wie diese gut 30 Minuten vergehen. Klasse!

„Nur“ 26 Minuten dauert der zweite Teil namens „Tuleen Ajettu Maa/ A Land driven into Fire“. Beschwörende Gesänge dringen aus dem Hintergrund nach vorne und man meint bei einer Götterbeschwörung anwesend zu sein. Akustik-Gitarren und Percussions geleiten einen weiter in eine zweite Geschichte volle Aufs und Abs, Höhen und Tiefen, direkte Wege und Wendungen. Fette Riffs vermischen sich wieder eindrucksvoll mit dem Folk-Spirit und der Viking-Atmosphäre. Mächtige Chöre verleihen diesem Song noch mehr Theatralik, vor allem da diese epische Sphären dann wuchtig und knallhart mit rasenden Black Metal-Attacken niedergemetzelt werden. Eine tolle Vorlage für eine Umsetzung in Form eines großen Konzertes mit Theater-Charakter.

„Imposant“ ist eben das einzige und richtige Wort für diesen Output. Und gerade passend für den nun doch langsam einkehrenden Winter kann ich da nur empfehlen. Licht dimmen, Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und sich auf eine 56minütige-Reise mitnehmen lassen, welche man nicht so schnell vergessen wird.

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