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MOROWE - Pieklo.Labirynty.Diaboly.

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Morowe-Pieklo-Labirynty-Diably.jpg
Artist MOROWE
Title Pieklo.Labirynty.Diaboly.
Homepage MOROWE
Label WITCHING HOUR
Leserbewertung
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Wenn ich so etwas schon lese: „MOROWE is a deadly breath of melancholy and chaos“. Große Worte für eine neue Band, auch wenn Mikroquäler Nihil bereits bei FURIA tätig war. Doch was soll’s. Ich werfe also die CD der Polen in den Player und lausche ihrer Interpretation von „Post Black Metal“. Und ich benutze hier ganz bewusst die Worte „ihre Interpretation“. Denn ich persönlich denke bei dem genannten Genre an etwas anderes als an den tatsächlichen Sound.

Gleich zu Beginn gibt sich ein atmosphärisches Intro die Ehre. „Wstęp“ ist mehr oder minder nur eine synthetisch-düstere Klangkollage und versucht den Hörer auf das Kommende vorzubereiten. Das folgende „Komenda“ geht dann schon eine Ecke anders zu Werke. Leidende Schreie und depressiver Gesang mit Hang zu aggressiv-kehligen Vortrag bestimmen das Bild. Der Song bleibt dabei aber behäbig langsam und düster. Tempowechsel und sphärische Gitarrenparts fehlen natürlich nicht. Den Übergang zu „Tylko piekło, labirynty i diabły“ ist dann übrigens kaum merkbar. Der Vorgänger klingt aus und genau so sachte steigt das neue Stück ein. Hier wird jedoch etwas das Gaspedal bedient. Treibende Riffs und genretypischer Gesang bestimmen das Bild dieses Stücks. Dezente melodische synthetische Parts unterstützen die grundlegende Melancholie, und das in jedem Stück. Sei es bei „Jego oblicza“, das mit seiner harmonischen Gitarrenarbeit überzeugt und auch nicht vor leisen Parts zurückschreckt, oder auch bei „Wężowa korona“, welches ein sehr schönes Solo an der E-Axt bietet – die Synthetik ist allgegenwärtig, mal vordergründig, meist jedoch dezent und beinahe zaghaft im Hintergrund. Soundmäßig lassen sich die Polen übrigens auch nicht lumpen. Für ein Debüt bietet das Werk einen druckvollen Klang, auch wenn das Schlagzeug an manchen Stellen etwas weich schallt.

Ich kann wahrlich behaupten, dass dieses Album ein recht beeindruckendes Erstlingswerk geworden ist. Der Vortrag am Mikro (eine Melange aus Schreien und leidendem Gesang) ist zuweilen gewöhnungsbedürftig, passt aber zum Sound. Die Arbeit an den Instrumenten weiß immer zu gefallen und die Stücke werden eigentlich nie langweilig. Lasst euch also nicht von der Genrebezeichnung abschrecken. Denn wenn ihr melancholischen düsterdoomigen und vor allem melodischen Black Metal mögt, dann solltet ihr MOROWE ein Ohr leihen.

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