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MORRIGAN - Headcult

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Morrigan-Headcult.jpg
Artist MORRIGAN
Title Headcult
Homepage MORRIGAN
Label UNDERCOVER RECORDS
Leserbewertung
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Seit mehr als 10 Jahren setzen MORRIGAN (bzw. vormals MAYHEMIC TRUTH) nun beherzt und konsequent ihre Vorstellung von der musikalischen Vollkommenheit um und zählen für mich dabei schon seit ihrem “Promotape ´94″ zu den schillerenden Figuren der deutschen Black-/ Pagan Metal Szene. Inzwischen liegt bereits das vierte MORRIGAN-Album “Headcult” vor und ich war gespannt, ob es den Herren Beliar und Balor gelungen ist, die heidnische Flotte abermals auf Kurs zu bringen, da bei dem Vorgänger “Celts” in seiner Gesamtheit aus meiner Sicht leider einige kleinere Abstriche zu machen waren. Doch dies scheint Vergangenheit, ebenso wie das “Gastspiel” bei Horns Of Cernunos, denn mit Undercover Records hat man diesmal einen neuen partner-in-crime zur Seite stehen.

Daran dürfte es aber sicher nicht gelegen haben, dass das schlagkräftige 2-piece eine leichte Kurskorrektur vorgenommen hat und sich nunmehr nahezu vollständig in epischen Gefilden bewegt. War es bisher noch stets so, dass quasi eine Zweiteilung zwischen hymnisch ausgerichteten Tracks und aggressiven Knüppelliedern gegeben war, wurden die härteren Passagen auf “Headcult” an passender Stelle vereinzelt in die meist recht langen Songs integriert. Diese Verlagerung des Schwerpunktes steht MORRIGAN hervorragend zu Gesicht, war es doch auch in der Vergangenheit zumindest für mich gerade häufig das ein oder andere Epos, welches den besonderen Reiz der Platten ausgemacht hat.

Mit Stücken wie “Crom cruach”, “Bloody, blue faces” oder “They can´t tame the devil” gelingt es dem Duo, eine in sich geschlossene Atmosphäre zu erzeugen und sich gleichzeitig ein gewisses Maß an Ungeschliffenheit zu bewahren. Auch wenn den Tracks teilweise etwas Monotones anhaftet, schaffen MORRIGAN es, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und sich in den einzelnen Songs nicht zu verlieren. Ein wichtiges Element hierbei und besonders hervorzuheben ist die variantenreiche Gesangsleistung von Beliar, dessen Stimme von diabolischem Gekrächze und heiserem Röcheln bis hin zu klarem Choralgesang, der das bestimmende Stilmittel darstellt, reicht.

Bleibt festzuhalten, dass die acht Lieder plus Intro (Gesamtspielzeit: 61:50 Minuten), die auf “Headcult” zu finden sind, stilistisch sicherlich noch immer auch insbesondere von BATHORY beeinflusst sind, es aber mehr und mehr deutlich wird, dass hier eigenständige Musiker aktiv sind, die in erster Linie ihre eigenen Ideen verarbeiten und auch bereits auf reichlich Erfahrung zurückgreifen können, die sich nun beginnt auszuzahlen.

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