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NCOR - Nimm mich

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Ncor-Nimm-mich.jpg
Artist NCOR
Title Nimm mich
Homepage NCOR
Label FINAL DUSK RECORDS
Veröffentlichung 21.03.2005
Leserbewertung
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Die Ostwestfalen NCOR zählen sicher zu den Formationen, die polarisieren. Von einigen als oberflächlicher, seichter Act abgetan, hat man auch eine kleine fanatische Fangemeinde. Dazwischen scheint es nichts zu geben, dennoch will ich mich für eine Rezension in diesem Hohlraum aufhalten. Nach dem doch recht ordentlichen Debüt „Tiefenrausch“ lief Businesstechnisch nicht alles optimal für Kevin & Co. So verkrachte man sich mit dem Strange Ways-Label (auf die Schuldfrage können und wollen wir hier gar nicht eingehen) und musste im Grunde noch einmal von vorne anfangen. Vielleicht nicht der schlechteste Weg, man besann sich auf die kompositorischen Fähigkeiten und holt nun mit dem neuen Partner Final Dusk Records zum zweiten Schlag aus.

Wie ich schon beim Studioreport feststellen konnte, legt man neuerdings mehr Wert auf Detail- und Variantenreichtum, was nicht heißen soll, dass man die grundsätzliche Marschrichtung aus den Augen verloren hat. Und die lautet: Eine Mischung aus tanzbarem Elektro und Pop, allerdings nun garniert mit leichtem Gitarrenschmelz, welcher die Stücke um eine interessante Nuance ergänzt. Ein wenig UNHEILIG ist dabei, allerdings droht keine Verwechslungsgefahr, da Kevins Timbre doch ein ganz anderes ist. Eher weich und höherlagig angesiedelt gibt er sich auf dem Silberling keine Blöße, auch wenn er natürlich nicht zu den absoluten Meistern seines Fachs gehört. Dafür ist er aber – besonders live – ein guter Entertainer und durchaus auch ein guter Texter, der sich mit Themen wie Selbstmord, Entfremdung oder psychisch Kranken auseinandersetzt, ohne peinlich zu wirken. Der „Medienstar“ allerdings wirkt etwas aufgesetzt, das hätte man intelligenter persiflieren können. Zudem hat der Song ein Problem, das er mit ein paar anderen teilt. Er tritt nicht Arsch! Genau wie auch der Opener (der übrigens etwas an den Hit „In die Einsamkeit“ vom Debüt gemahnt) zündet der Track nicht richtig, obwohl die Grundidee ganz in Ordnung ist. Hätte man meiner Meinung nach einfach etwas flotter aufnehmen sollen. Demgegenüber überzeugt „Tanz mit dem Feuer“ durch einen treibenden Latinorhythmus, „Nachtzerstörer“ mit schrägen Elektroeffekten und das Titelstück besitzt einen schönen, sehr UNHEILIGen Groove. Besonders hinweisen sollte man noch auf die gelungene CAMOUFLAGE Coverversion „Crime“ und den Rausschmeißer, eine standesgemäße Ballade, welche mit ihrem Refrain geradezu prädestiniert für den Abschluss künftiger Live-Konzerte der NCORen scheint.

So hat man am Ende eine Scheibe mit etwas Schatten und ordentlich viel Licht, die alle Totalkritiker verstummen lassen müsste. Zwar zünden wie gesagt nicht alle Ideen, aber immerhin sind Ideen vorhanden. Und so muss man die Jungs immer noch nicht lieben – aber respektieren! Eine gute, klischeefreie Leistung, die auch außerhalb der schwarzen Szene funktionieren müsste.

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Ncor 'Nimm mich' Tracklist
1. Luft Button MP3 bestellen
2. Kein Licht
3. Nachtzerstoerer Button MP3 bestellen
4. Tanz mit dem Feuer Button MP3 bestellen
5. F³r Dich
6. Was Du Fuehlst Button MP3 bestellen
7. Nimm Mich Button MP3 bestellen
8. Medienstar Button MP3 bestellen
9. Ohne Wiederkehr Button MP3 bestellen
10. Crime Button MP3 bestellen
11. Hirntod
12. Maschinen
13. Das letzte Lied Button MP3 bestellen
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