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NEHËMAH - Requiem Tenebrae

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Nehemah-Requiem-Tenebrae.jpg
Artist NEHËMAH
Title Requiem Tenebrae
Homepage NEHËMAH
Label Oaken Shield/ Adipocere
Veröffentlichung 21.03.2004
Leserbewertung
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NEHËMAH zählen nach nur zwei Alben neben z.B. BLUT AUS NORD zu den wenigen ernstzunehmenden Black Metal Bands aus Frankreich. Teile der selbsternannten Black Metal Basis dürften vor allem aufgrund des auf dem Debut verbreiteten Spirits jeden weiteren Schritt der Band sehr interessiert, aber auch sehr kritisch erwarten, da gerade neu auserkorene Heroen nicht überall auf Gegenliebe stoßen. Mit ihrem aktuellen Streich “Requiem Tenebrae”, der einer zwischenzeitlichen Split-EP mit VULTYR folgt, gelingt es NEHËMAH jedoch äußerst eindrucksvoll, ihren Status zu festigen und selbst die alten Götter weiterhin milde zu stimmen.

Als käme die neuerliche Tonkunst unmittelbar aus den kalten Fjorden Norwegens gekrochen, erzeugen die Kompositionen ein eisiges Inferno und die “ancient nordic times” feiern eine Art Renaissance. Besonders gefällt das Wechselspiel aus schnellen kompromisslosen Tracks und packenden atmosphärischen Kontrapunkten. Während etwa “The great old ones” oder “In the mists of Orion´s sword” mit ihrem sägenden Riffing den düsteren Geist variablerer DARKTHRONE versprühen und leicht entfernt auch an Kapellen wie TAAKE erinnern, wird bei “The elder gods awakening” (inklusive einem nahtlos vorangehenden und den Boden bereitenden Instrumental) und der mehr als 11-minütigen Hymne “Taken away by the torn black shroud” das Tempo rausgenommen, um unglaublich emotionalen Schwarzmetall darzubieten. Dabei scheut man sich nicht, auch – Achtung, jetzt folgt das böse K-Wort – dezente Keyboard-Flächen zur Untermalung einzubinden.

“Requiem Tenebrae” lebt aber speziell von Corvens hasserfüllter Stimme aus dem Schattenreich. Hier hat der Lunatic am Mikro wahrlich eine Glanztat vollbracht. Nur einmal im abschließenden “Through the dark nebula” werden die Stimmbänder zu cleanen Choral-Vocals genötigt. Daneben wird sporadisch in einigen wenigen Stücken mittels Sprachsamples (vermutlich von Aleister Crowley) ein weiteres Stilmittel aufgegriffen, um dem – auch im Booklet zum Vorschein kommenden – esoterischen bzw. mystischen Charakter des Albums thematisch Ausdruck zu verleihen. Neben dem Gesang bietet die Produktion ein weiteres Standbein in der Spirale der Dunkelheit. Sie ist grimmiger und nordischer, aber auch differenzierter als bei “Shadows from the past…” ausgefallen.

Die Geschichtsbücher können also bedenkenlos weiter geschrieben werden …

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Nehemah 'Requiem Tenebrae' Tracklist
1. Creeping chaos
2. The great old ones
3. Dead but dreaming in the eternal icy waste
4. The elder gods awakening
5. In the mists of Orion's sword
6. Taken away by the torn black shroud
7. Conscience in evil
8. Through the dark nebula
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