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NERTHUS - The Crowned’s Reunion

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Artist NERTHUS
Title The Crowned’s Reunion
Homepage NERTHUS
Label CCP RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (3 Bewertungen)

Ich finde die Infos des Labels oder eben der PR-Abteilung immer sehr interessant oder auch amüsant. Man liest immer viel Begeisterung heraus und die Überzeugung, dass hier ein Werk vorliegt, was „in keine Schublade passt“, wenn nicht sogar die Musikszene „revolutioniert“. So eben auch im Fall von NERTHUS, wo u.a. von seltsamen fremdartigen Klangfarben die Rede ist. Nun gut, da die Band schon seit 1996 aktiv ist und schon die eine oder andere gute Kritik einheimsen konnte, war ich doch gespannt, was mich hier erwartete. Avantgardistische oder einfach nur andersartige Musik kann mich doch immer wieder begeistern. So legte ich nun diesen Silberling in meinen Player, machte es mir bequem und freute mich auf ein Klangerlebnis.

Einleitend ertönt ein rein synthetisches Intro, tut keinem weh, ist aber auch nicht wirklich überzeugend. Im Anschluss hämmert jedoch mit weitaus höherer Geschwindigkeit „World Conflagrations“ auf mich ein. Einen gewissen Irish-Folk-Touch kann man wohl eindeutig heraushören. Außerdem glaube ich eine Maultrommel zu vernehmen. Mehrere Tempowechsel mit teilweise harschen Rasereien machen den Song stressig – aber an sich interessant. Bei den nächsten Songs fällt jedoch immer wieder dieses gerade erwähnte Schema auf – viele Tempowechsel und teilweise schräge bis unpassende Instrumentalisierung. In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass fast jedes Stück von einem rein synthetischen Intro eingeleitet wird. Das wird auf Dauer schlicht und einfach langweilig. Ähnlich geht es mir auch mit dem Gesang. Es wird einfach fies in das Mikro gegrölt und anscheinend kennt der Sänger nur zwei Stimmlagen: tief grunzen ohne Melodie und nicht ganz so tief grunzen, auch ohne Melodie. So schleppen sie die Songs dahin und irgendwie hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Folkiger Black/ Pagan Metal ist nichts Neues, schon so oft bedient und weitaus besser gehört. Nun gut, ich höre die CD weiter und komme irgendwann beim letzten Song an. 16 Minuten soll „Outrofernalis“ gehen (auch wenn ich laut Bandinfo nur etwas von 03:37 gelesen hab). Knisterndes Feuer mit – na erraten? Richtig – Synthesizer erreichen mein Ohr und werden von rückwärts eingespielten Lyrics unterstützt. Ich höre weiter und nach 3:37 ist Schluss, allerdings läuft die CD noch. Nach 6 Minuten Wartens hämmert mir ein Part aus dem zweiten Stück dieser Veröffentlichung entgegen, allerdings mit klangentstelltem Schlagzeug und rückwärts laufendem Gesang. Ebenfalls rückwärts laufen auch einige melodiegebende Parts (oder vielleicht sogar der komplette Song?). Das schießt mir persönlich echt den Vogel ab.

Was soll ich da abschließend sagen? Diese CD wird sich wohl nicht wieder in meinen CD-Player verirren. Weder in klanglicher noch inhaltlicher Sicht hat mich diese Scheibe überzeugt. Klar, es wird mit Sicherheit Fans geben, die diese Art von Musik mögen, ich kann leider nichts damit anfangen.

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