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NEVERMORE - This Godless Endeavor

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Artist NEVERMORE
Title This Godless Endeavor
Homepage NEVERMORE
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (6 Bewertungen)

Die bange Frage, ob denn Seattles Finest NEVERMORE mit dem neuen Album an die schier unerreichbare jetz-schon-Klassiker-Scheibe „Dead Heart in a Dead World“ wieder würden herankommen können, stellt sich nach unzähligem Genuss und Dauer-Rotation in allen verfügbaren Playern nicht mehr. Man hat! Und wie! Nach dem eher etwas schwächeren (was nicht nur an der besch… Produktion lag) „Enemies of Reality“ musste nun natürlich ein Pfund vor dem Herrn kommen, dessen dürften sich die Herren Dane/ Loomis/ Sheppard/ Williams/ Smyth wohl bewusst gewesen sein, um nicht ein wenig in die Versenkung zu geraten und stattdessen seine Leaderschaft im Metal-Bereich unter Beweis zu stellen, welche man mit dem Überwerk „Dead…“ zu Recht manifestiert hatte.

Vorab gilt es schon mal zu erwähnen, dass der Fünfer mit diesem Opus alle (auch „Dead…“!) bisherigen Veröffentlichungen (inklusive der Gottgabe von SANCTUARY „Into the Mirror Black“, der Vorgängerband von Dane/ Loomis/ Sheppard) in den Schatten stellt! Und das in allen Belangen. Dass Sound-Guru Andy Sneap momentan der unerreichte Meister aller Studioknöpfe ist, dürfte jedem Metal-Freak eigentlich bekannt sein, liefert der Mann doch eine perfekte Produktion nach der nächsten ab. Mit „This Godless Endeavor“ macht er sich und die Band endgültig unsterblich! Nicht umsonst redet Meister Warrel Dane im Info was von der „mitreißendsten Gitarrenarbeit, die wir je aufgenommen haben“. Und wer sich beim Opener-Triple „Born“, „Final Product“ und „My Acid Words“ ob der derb-thrashigen, ja fast schon herrlich Deathmetalligen Ausrichtung erschrickt, dem sei gesagt, dass das zum Glück die ganze Scheibe über anhält! Dies ist endlich der FETTE Sound, den die Band immer schon gebraucht hätte. Gerade der Opening Track „Born“ bügelt den Hörer unbarmherzig und bretthart in Grund und Boden, wie seinerzeit PANTERA mit „Strength beyond Strength“ oder SLIPKNOT mit „People=Shit“! Überraschend. Genial. Einzigartig. Über all dem thront nach wie vor der Gesang des Meisters Warrel Dane. Und auch er wächst über sich hinaus und brilliert noch famoser und facettenreicher als auf „Dead Heart“, was ja eigentlich gar nicht möglich schien.

Irre, welche Dramatik der Mann in seine Darbietung packt. Melancholisch, clean, düster, aggressiv undundund, aber immer höchst melodisch. So kaputt er auch manchmal aussehen mag, die Stimme wird immer geiler und variabler. Ob der ehemalige TESTAMENT-Axtschwinger Steve Smyth für diesen unglaublichen Arschtritt verantwortlich ist? Auf jeden Fall brillieren die Herren Smyth/ Loomis ein ums andere Mal und stacheln sich gegenseitig zu Höchstleistungen an, sowohl im brettigen Rhytmusbereich wie auch bei den irren Soli. Der Bass von Jim Sheppard pumpt und fordert die Magenregion des öfteren heraus, und Stöckeschwinger Van Williams bietet von knüppeligen Death Metal-Parts bis hin zu balladeskem Spiel alles, was das Herz begehrt. Track 4 „Bittersweet Feast“ geht dann mal etwas gemächlicher, aber nicht weniger brutal zur Sache. Das folgende „Sentient 6“ könnte man als „Believe in Nothing“-Nachfolger sehen, eine geile Halbballade, obgleich eine Ecke pfundiger. In der gleichen Tradition steht auch Track 8 „Sell my Heart for Stones“. „Medicated Nation“ bietet dann Gebrate der „Narcosynthesis“-Kategorie, gefolgt von dem kurzen Akustik-Intermezzo „The Holocaust of Thought“. Bei „The Psalm of Lydia“ tritt die Vergangenheit von Steve zu Tage, denkt man doch hier schreddern TESTAMENT los! Der vorletzte Track „A Future Uncertain“ ballert dann wieder schwer Death Metallisch und highspeedmäßig, bevor zum Abschluss der Titeltrack „This Godless Endeavor“ auf die Menschheit losgelassen wird. In 9 Minuten zeigt man noch einmal allen, wie perfekter Metal zu klingen hat. Was für ein Schlusswort!

JUDAS PRIEST können sich nach Genuss dieses Ausnahmescheibchens eigentlich nur konsequenterweise auflösen! Und wie steht doch so schön in dem Century Media-Info als Schlusswort geschrieben: „This Godless Endeavor“ hat zweifellos das Zeug dazu, zukünftig ein Klassiker der Metalbewegung zu werden. Und genau das wird die Scheibe werden!

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