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NIGHTINGALE - Invisible

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Artist NIGHTINGALE
Title Invisible
Homepage NIGHTINGALE
Label BLACK MARK
Veröffentlichung 27.12.2004
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Vielleicht ist es das Pech des Fleißigen, dass auch der kreativste Springbrunnen nicht ununterbrochen frisch sprudelt. Dan Swanö war an mehr Alben beteiligt, als bei so manchem Metal-Fan im Regal stehen und hat dabei neben dem für ihn typischen Death Metal schwedischer Schule eine ganze Palette angrenzender Stile austariert. Abgesehen von bahnbrechenden Alben wie den beiden „Crimson“-Epen und seiner Beteiligung an der Todesblei-Supergroup BLOODBATH war das auffälligste Merkmal allerdings die Durchwachsenheit des Materials.

Das ist leider bei „Invisible“ nicht anders, dem neuen Visitenkärtchen von Swanös Prog-Rock Projekt NIGHTINGALE, welches vor mehr als zehn Jahren still im heimischen Schlafzimmer begann. Inzwischen ist der Gothic-Faktor komplett aus dem Konzept verschwunden und wurde der Bandkern um Dans Bruder Dag erweitert, der unter dem Pseudonym Tom Nouga firmiert. Nach vier fast schon pflichtmäßig positiv empfangenen Werken, die sich thematisch um einige zentrale, stets wiederkehrende Motive drehten, markiert der aktuelle Streich einen Neubeginn und die Hinwendung zu einem direkteren Ansatz – „irgendwo zwischen VAN HALEN und Heavy-Prog“, wie es der Tausendsassa selbst auf den Punkt zu bringen versucht. Geht man einmal von dieser Umschreibung aus, dann ist Dag für die vertrackten und komplexen Elemente zuständig, während Dan hier tatsächlich einen auf Eddy macht: Seine Beiträge sind erdiger und gröber und werden nur selten von kleinen Synthie-Soli oder längeren Breaks aufgemischt, während bei Nouga Hardrock auf YES trifft, fette Riffs auf feiste Chöre, orgelnder Metal auf den siebten Himmel. Dass das Ganze nach einem mehr als viel versprechenden Beginn immer mehr in sich selbst zusammenfällt, liegt diesmal aber weniger an Swanö, dessen Beiträge das Soll durchgehend erfüllen und der mit dem rasend schnellen, mit einer blitzenden Hammond auf den Plan tretenden „Misery“ sogar den Vogel abschießt. Stattdessen sind es die drei abschließenden Nouga-Songs, welche den Schwung aus dem Album nehmen. Eine bewusst kratzbürstige Gitarrenminiatur wie „World Apart“ hätte man sich getrost sparen können und über verwundete Soldaten auf dem Schlachtfeld zu singen („Stalingrad“), überlässt man wohl besser MANOWAR oder Mark Knopfler.

Trotzdem bleibt der Gesamteindruck ein positiver und mit einem wirklich 100% erkennbaren Sound haben sich NIGHTINGALE zumindest eine Nische in einem immer mehr unüberschaubaren Markt erkämpft. Mit einem ausgewogenen Songwriterduo könnte dies eine der treibenden Kräfte der internationalen Progrock-szene werden. Gerade deswegen hoffen wir, dass sich die Inspiration beim nächsten Mal etwas gleichmäßiger auf die beiden Brüder verteilt.

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Nightingale 'Invisible' Tracklist
1. Still alive
2. Invisible Button MP3 bestellen
3. A raincheck on my demise
4. Atlantis rising
5. To the end
6. Misery Button MP3 bestellen
7. The wake Button MP3 bestellen
8. One of the lonely ones
9. Worlds apart
10. Stalingrad
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