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NO DEVOTION - Permanence

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No Devotion
Artist NO DEVOTION
Title Permanence
Homepage NO DEVOTION
Label COLLECT RECORDS
Veröffentlichung 25.09.2015
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Bekanntermaßen nahm die walische Kapelle LOSTPROPHETS 2013 ein unrühmliches Ende, als man ihren Sänger Ian Watkins der Kinder-Pornografie und versuchten mehrfachen Vergewaltigung Minderjähriger überführte. Der Mann wird jetzt für sehr lange Zeit im Knast sitzen und seine Bandkollegen Stuart Richardson, Richard Jamie Oliver, Mike Lewis, Lee Gaze und Luke Johnson hatten verständlicherweise keinen Bock mehr auf LOSTPROPHETS. Dass sie jedoch ein Jahr später mit Geoff Rickley, der zuvor als THURSDAY-Fronter von sich reden gemacht und nach der Auflösung der Emo/Post-Hardcore-Combo mit der politischen und satirischen Punk-Kapelle UNITED NATIONS gerockt hat, gemeinsame Sache machen würden, kam wohl für sehr viele ziemlich überraschend. Zumal die Herren als NO DEVOTION einem sehr elektronischen Alternative-Sound frönen.

Wüsste man es nicht besser, würde man beim Langspiel-Debüt „Permanence“ auf das Werk von ein paar talentierten Youngsters tippen, die es sich in der Nische zwischen JOY DIVISION und DREDG bequem gemacht haben. Tatsächlich sind hier aber alte Hasen am Werke, die zweifellos alle alten Stil-Brücken hinter sich eingerissen haben und dies mit den pluckernden Elektro-Beats des Openers „Break“ auch eindrucksvoll zu belegen wissen. Das nachfolgende „Permanent Sunlight“ lässt mehr Platz für munterer Gitarren und jede Menge Emotionen, ehe die bereits letztjährig veröffentlichte Vorabsingle „Eyeshadow“ in bester Eighties-Manier auf den Dancefloor bittet. Gewollt unterkühlt schließt sich dem „Why Can’t I Be With You“ in Slow Motion an, bevor „I Wanna Be Your God“ den Synthie-Sound stärker grummeln lässt und das instrumentale „Death Rattle“ mit wummernden Rhythmen ums Eck kommt. Dass die Jungs bei aller stilistischen Umorientierung aber auch immer noch wissen, wie man die ganz großen Gesten raus haut, unterstreichen sie mit einer weiteren Single-Auskopplung, die auf den Namen „10,000 Summers“ hört, während „Night Drive“ im Anschluss wieder das Hauptaugenmerk auf tanzbare Elektronik legt. Auch an dieser Stelle wird mit großem Besteck gearbeitet – ganz so wie es die allererste Single „Stay“ im vergangenen Jahr erwarten ließ. Derweil ist das aktuelle „Addition“ vergleichsweise hart ausgefallen und wenn der NO-DEVOTION-Zug im „Grand Central“ einfährt, werden noch mal alle synthetischen Register gezogen, die es braucht, um eine coole Atmosphäre aufzubauen.

Poppige Mitgrölrefrains und knackige Gitarrenwände waren gestern, heute dominieren kühle Beats, dunkle Bässe und variantenreiche Tasteninstrumente den Sound von Geoff Rickly und seiner ex-LOSTPROPHETS-Mannschaft. NO DEVOTION ist wohl für alle Beteiligten so etwas wie ein Neuanfang und da war es sicher klug, sich auch gleich stilistisch auf ganz neues Terrain zu begeben. Dass sie sich auch dort absolut sicher bewegen, beweist „Permanence“ ohne Frage und sehr überzeugend.

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No Devotion 'Permanence' Tracklist
1. Break Button MP3 bestellen
2. Permanent Sunlight Button MP3 bestellen
3. Eyeshadow Button MP3 bestellen
4. Why Can't I Be With You? Button MP3 bestellen
5. I Wanna Be Your God Button MP3 bestellen
6. Death Rattle Button MP3 bestellen
7. 10,000 Summers
8. Night Drive Button MP3 bestellen
9. Stay Button MP3 bestellen
10. Addition Button MP3 bestellen
11. Grand Central Button MP3 bestellen
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