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NON OPUS DEI - Sem al diavol porti al mal

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Artist NON OPUS DEI
Title Sem al diavol porti al mal
Homepage NON OPUS DEI
Label METAL FORTRESS
Leserbewertung
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„Sem al diavol port…“ wie bitte!? Wenn Metaltruppen von DEPECHE MODE noch etwas lernen können, dann die Wahl eines vielleicht beknackten, aber zumindest knackigen Albumtitels – „Ultra“, „Violator“ und „Exciter“ sind da geradezu Paradebeispiele.

Andererseits passt die intellektuelle Schiene zu NON OPUS DEI. Nicht, dass sie Hornbrillen trügen und über Teilchenverstärker singen. Trotzdem muss man ihnen zu gute halten, sich mit ihrem neusten Werk (dessen vollen Namen Ihr bitte der Überschrift entnehmt) engagiert um eine eigene Position in der Musiklandschaft zu bemühen – irgendwo zwischen TOOL, einer beliebigen Black Metal Formation und KILLING JOKE – falls es bei diesen Bands überhaupt so etwas wie ein „zwischen“ gibt. Da sind zum einen der trockene Sound und die bisweilen versponnene Breite des Maynard Keene-Kosmos, die wahnsinnigen Schreie und das Tom-Gerappel von Jaz Colemans Berserkern und schließlich die hymnische Saitenarbeit im Stile von, na sagen wir mal EMPEROR. Das hat bisweilen etwas von Art Rock, vor allem wenn sich dann noch durch die Verwendung von Bodhran, Bouzouki und Geige ein exotisches Flair einschleicht. Meistens jedoch ist die Mixtur erstaunlich krude und primitiv: Simplistischere, urwüchsigere Riffs hat man schon lange nicht mehr gehört, stoischeres Schlagzeug ebenfalls nicht und Frontmann Klimorh gönnt sich höchstens mal den Luxus dezenten Knödelns oder verbiesterten Kreischens, bleibt aber zumeist beim brutalen Bellen. Die Uhren gehen dabei noch altmodisch langsam: Alles läuft in gemäßigtem Tempo vor sich hin, ohne Aufregung und in rituellem Trott.

Die dreizehn Minuten von „Satanik Statement on good and evil“ sind großartig, die zwölf von „Ars Diavoli“ ein misslungener Lausbubenstreich. Alles Weitere ist erfreulich eigenständig, zumeist aber wenig aufregend. Vielleicht sollten NON OPUS DEI auch in Sachen Songwriting mal bei den Kollegen der Synthie Pop Zunft ein Ohr riskieren.

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