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NOTRE DAME - Demi Monde Bizarros

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Notre_Dame.jpg
Artist NOTRE DAME
Title Demi Monde Bizarros
Homepage NOTRE DAME
Label OSMOSE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 22.03.2004
Leserbewertung
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In Film, Fernsehen, Musik und Kunst erlebt gerade eine Epoche eine Renaissance, welche zu gleichen Teilen für Dekadenz, Eleganz, dunklen Sex und Stil stand, für Sinnlichkeit und einen durchdringenden Verstand : Die 30’er. Selbst ein eigentlich nach Hollywoodkonventionen angelegter Streifen wie „Fear Dot Com“ ist optisch mehr als eindeutig von dieser bizarren Halbwelt beeinflusst und schon MARYLIN MANSONS letztes Werk beschwor zumindest visuell das alte Berlin und das alte New York herauf. Und obwohl NOTRE DAME mit ihrem aktuellen Album zu mehr als nur einem Vergleich nötigen, sind die Parallelen zu dem großen neuzeitlichen Provokateur möglicherweise die eindeutigsten.

Ebenso wie bei MANSON geht es nämlich um ein ganzheitliches Paket, bei dem Bühnenperformance und Studioarbeit nicht sauber voneinander getrennt werden können und sich gegenseitig ergänzen, sowie um die Dualität von Ernst und Humor. Das immerhin musste man „The Age of Grotesque“ ja lassen, dass es von Anfang an klar machte, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wurde und damit allzu heftige Kritik von Anfang als steif und unsympathisch disqualifizierte: It’s Entertainment, stupid! Unterhalten sollte man werden und das gilt auch für dieses wenn nicht unbedingt abgedrehte, doch auf jeden Fall verquer gestrickte Werk, welches sich frech aus allen Stilen bedient, sich die Referenzen wie Lametta und Weihnachtskugeln an den Wams steckt und trotz des Gewichts des Gepäcks dabei niemals auf die Nase fällt. Metal n Roll schwingt von Ast zu Ast, zähnefletschend knurrt der Doom, sumpfiger Blues streckt kurz seinen betonschweren Kopf aus dem Morast und federleicht fliegen einem die Gitarrenfiguren für eine knappe instrumentale Minute um den Kopf – alles unter einem Zelt und für eine einzige Karte. Man kann das zu Kunst erklären und eine ganze Zeile mit einer unlesbaren Stilkreation füllen, es mit dem Titel des besten Songs als „Hitmusic for Hitmen“ abfeiern oder – goddamit! – die Rückkehr der Rocky Horror Picture Show als Metalmusical erklären. Oder sich einfach entspannt zurücklehnen und die Beine baumeln lassen.

Noch weniger konzeptuell und streng als bei MANSON reicht „Demi Monde Bizarros“ bis in die 50’er und 60’er hinein, davon zeugt dann auch eine hintangestellte Coverversion von „These boots are made for walking“, zusammen mit dem Schlusslicht „The World is sick and so are we“ der einzige unnötige Track dieser Platte. Die beiden noch eilig draufgepackten Live-Tracks sollen wohl Bühnenqualitäten beweisen und auf die garantiert anstehende Tour neugierig machen, doch genau damit scheitern sie. Alles kann dieses Album vertragen nur keine Alltäglichkeit.

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Notre Dame 'Demi Monde Bizarros' Tracklist
1. The Thing.../Munsters!
2. The Ride / My Ride Into Afterlife Button MP3 bestellen
3. The Stripper Button MP3 bestellen
4. Verbal Diarrhoea
5. Bon Voyage Mutherfucker!
6. The Master, The Servant And The Slave
7. Beyond The Threshold Of Pain
8. Hitmusic For Hitmen
9. Demi Monde Bizarros
10. S/S Hellride
11. These Boots Are Made For Walking (Bonus Live)
12. The World Is Sick...And So Are We (Bonus Live)
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