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OCCCULTURE - Cortex

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Occculture-Cortex.jpg
Artist OCCCULTURE
Title Cortex
Homepage OCCCULTURE
Label KHAZAD-DUM-RECORDS/ CELTIC CIRCLE PRODUCTIONS
Leserbewertung
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Wichtig bei OCCCULTURE ist das dritte „C“ im Bandnamen. Bei der bandeigenen Homepage erst recht, sonst landet man nämlich bei einer französischen Übersetzung von Aleister Crowleys „Magick IV“. Und das hat ja nun mit der elektronischen Musik der beiden Frankfurter Lena Amboshi und Daniel Roos überhaupt nichts zu tun. Die beiden kennen sich seit 1999, Lena war in diversen Undergroundprojekten aktiv, Daniel produzierte Technomusik. Aus dieser Allianz entstand 2002 eine Mischung aus Darkwave und Electro: OCCCULTURE war geboren und zeigte 2003 mit einer selbstproduzierten EP namens „Fallen Angel“ein erstes Lebenszeichen. Mittlerweile hat man bei Khazad-Dum-Records unterschrieben und legt in Form von „Cortex“ nun ein Full-Length-Release auf den Rezensionstisch.

„…und das Wort ist Klang geworden…“ Mit diesen Worten läutet eine Computerstimme das Album ein und stimmt auf elektronische Gefilde ein. Doch bevor auf Track 2 der stampfende Beat einsetzen kann, überrascht erst einmal ein elegisches Intro à la AVRIGUS. Der Kontrast aus zart und hart zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Platte. Mal hört man Synthiewave und zurückhaltenden Sprechgesang von entweder Daniel oder Lena, oft lässt sie – wie z.B. bei jedoch ihrer Stimmgewalt freien und kraftvollen Lauf und röhrt dabei wie SKIN von SKUNK ANANSIE, mal ist ihre Stimme nur noch ein wütenden Krächzen. Mit dieser Vielfalt hebt sie sich so recht wohltuend vom Gros des Gewöhnlichen ab. Auch den melodischen Gesang beherrscht Lena, wie sie beim Gänsehautsong „Haunted“ unter Beweis stellt. Die musikalische Verquickung der Gegensätze ist so verstörend wie faszinierend, wühlt auf und lässt den Hörer im Ungewissen, was ihn als nächstes erwarten wird. Wut oder Trauer, energiegeladene Beats oder mystisch schwebende Klänge, „Violation“ oder „Gone“.

„…und der Klang ward still…“ Mit einem regelrecht optimistisch stimmenden „Mare Tranquillitas“ klingt „Cortex“ aus; 11 Songs voll der unterschiedlichsten Emotionen und auch ich kann mich von dem schlussendlichen Optimismus anstecken lassen: von OCCCULTURE dürfte man demnächst öfter hören! Mit besonderem Augenmerk auf das dritte „C“ im Namen.

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