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OCCULT - Elegy for the Weak

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Artist OCCULT
Title Elegy for the Weak
Homepage OCCULT
Label KARMAGEDDON MEDIA
Veröffentlichung 19.03.2004
Leserbewertung
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Die Band heißt OCCULT, hat gerade ein brachiales Album eingespielt, dessen Texte bevorzugt blutige Schlachtorgien nach dem Untergang der zivilisierten Welt, sowie geschmack- und sittenlosen Grabschändungen thematisieren und dennoch: Mehr Glauben als hier wird man nicht mal im Vatikan finden. Tatsächlich gab es an beinahe jeder der vergangenen Veröffentlichungen der Niederländer einen Mangel zu beanstanden, sei es auf Seiten der Produktion oder zu Lasten der Plattenfirma, doch beendet „Elegy for the Weak“ weniger eine Pechsträhne, denn eine Phase des ununterbrochenen Lernens.

Man kann nämlich davon ausgehen, dass eine derart hartnäckige, ausdauernde und professionell ausgerichtete Formation sich nicht in möglicherweise sogar berechtigte Ausreden flüchten, sondern den angestauten Frust in einen kontinuierlichen Optimierungsprozess entladen wird und so haben OCCULT die Konsequenzen aus einem klanglich deprimierenden Debüt und verschiedenen Distributionsproblemen außerhalb ihres festen Fankreises in den Beneluxstaaten gezogen, einen Deal mit Karmageddon Media ergattert, der ihnen direkt den Anschluss an die gesamte Metalwelt und auffällige Berichterstattungen außerhalb der reinen Nischenformate sichert und sich von ihrer ursprünglichen Sängerin getrennt. Am Mikro steht nunmehr Maurice und wer dem Abgang des ehemaligen Mittelpunkts Rachel zunächst etwas skeptisch oder gar traurig gegenüberstand, wird von seinen völlig kirre geifernden, speicheltriefenden Vocals, die dennoch nie in Black-Gefilde-typisches Kreischen umkippen, sofort im Opener „Disturbing the Dead“ eines Besseren belehrt. Ohne eine Sekunde zu zögern, springt einen besagter Song mit furchterregender Direktheit aus den Lautsprechern an, rast mit peitschendem Schlagzeug vorwärts und macht den Weg noch gründlicher als die Raiffeisenbanken für eine Reihe brutaler Brecher frei, die zwar unbarmherzig hart, doch zugleich mit mitreißenden Refrains ausgestattet sind – zweifelsohne eine neue Messlatte in Sachen Thrash. Ohne einen einzigen der beteiligten Musiker zum Helden stilisieren zu wollen, gebührt dabei Gitarist Richard in ganz besonderem Maße Respekt und Anerkennung, denn die von ihm in unerschöpflicher Ausdauer produzierten scheinbar stumpfen, ähnlich minimal wie der durchschnittliche Technosong variierten, Riffs reißen einen jedes Mal aufs Neue vom Hocker und geben einem das Gefühl, all dies zum ersten Mal zu erleben.

Nach einem vom Bandfreund Ian Goulston realisierten Horrorinstrumental verzichten OCCULT ein wenig auf die Eingängigkeit der ersten Stücke und legen sogar noch einen Gang zu, was streckenweise den Bogen vielleicht ein wenig überspannt. Immerhin wartet ganz zum Schluss mit „Slut of Sodom“ ein weiterer potentieller Evergreen und ist man selbst in einigen etwas schwächeren Momenten 90% der Konkurrenz um Längen voraus. Vor soviel Überzeugung würde sich sogar Glen Benton bekreuzigen.

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Occult 'Elegy for the Weak' Tracklist
1. Disturbing the dead
2. Nuclear torment
3. Nocturnal predator
4. Feel the blade
5. Expire
6. Warbeast
7. Obsessed by the grave
8. Slaughtering the pigs
9. Reapers call
10. Slut of sodom
11. Until the battle Button MP3 bestellen
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