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ØL - The Merging

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Artist ØL
Title The Merging
Homepage ØL
Label ART DEVELOPMENT PRODUCTIONS
Veröffentlichung 08.10.2010
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Eine Band, die ØL heißt, würde man zunächst wohl irgendwo im skandinavischen Raum vermuten. Tatsächlich sind die fünf Jungs mit dem Strich durchs O, das sich „Ö“ spricht, jedoch in Frankfurt zuhause. Auf dem Zettel hat das Quintett seit 1996 Alternative-Rockpop mit viel Spielfreude und Eingängigkeit. Neuester Output: „The Merging“ – nach Aussage der Kapelle das vielleicht beste Album, das ØL bislang veröffentlicht haben.

Das werde ich nicht überprüfen können, da ich die übrige (sehr umfangreiche) Discografie nicht kenne, aber immerhin kann ich den Herrschaften bestätigen, dass ihre Musik Spaß macht. Man hört den 15 Songs an, dass die Musiker, die hier verantwortlich zeichnen, keine 20 mehr sind. Statt Teenie-Mucke gibt’s erwachsenen Rock, der jedoch keinesfalls verkopft oder mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt. Vielmehr geht’s mit der nötigen Portion Temperament bei Nummern wie „Faith“, „Fine“ und „Radio“ nach vorn, während bei „Just One Day“ oder auch „Don’t Ask Why“ durchaus auch mal ruhigere Töne angeschlagen werden. Besonders rhythmusverliebt präsentiert sich „Let It Roll“ und auch „Falling Angels“ gefällt mit feinen Arrangements. Unaufgeregt, aber mit viel Tempo schließen sich „Can’t Stand“ und der Titeltrack „The Merging“ an, ehe die Pianonummer „Living For“ um Gehör bittet. Dank der agilen Langaxtfraktion wird auch dies eine muntere Angelegenheit, bevor es mit „My Innocence“ düsteren Schrammelrock auf die Mütze gibt. Die Sechssaiter beherrschen auch „Goodbye“, wechseln mit „The Truth“ jedoch für meinen Geschmack ein wenig zu sehr ins Melodramatische. Auf der Zielgerade scheinen ØL ihr Herz entdeckt zu haben, denn auch „Let Yourself Go“ setzt auf sentimentale Zurückhaltung. Hier ohne großes Schmachten, weshalb dieser Abschluss absolut in Ordnung geht.

„The Merging“ überrascht nicht mit innovativen Neuerungen, die es noch nie irgendwo zu hören gab. Vielmehr wird solide Hausmannskost geboten, die sich wohl in erster Linie an die Ü30-Fraktion wendet: Der Übermut der jungen Jahre ist schon verflogen, aber Musik, Musiker und Musikliebhaber stehen noch in vollem Saft.

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Oel 'The Merging' Tracklist
1. faith
2. fine (album version)
3. radio
4. here we go again
5. just one day
6. let it roll
7. don't ask why
8. falling angels
9. can't stand
10. the merging
11. living for
12. my innocence
13. goodbye
14. the truth
15. let yourself go
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