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ONEIROS - Insania – Exanimis – Mortis

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Oneiros-Insania.jpg
Artist ONEIROS
Title Insania – Exanimis – Mortis
Homepage ONEIROS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Nachdem in den letzten Wochen eigentlich immer wieder positive Überraschungen aus dem deutschen Underground auf meinem Tisch landeten, freue ich mich mittlerweile immer, wenn mal wieder eine Eigenproduktion eintrudelt. Vor allem wenn sich die Band soviel Mühe gibt, wie in diesem Fall ONEIROS. Erstmal kommt da nicht eine gebrannte sondern eine richtig gepresste CD mit einem netten Booklet inkl. Texten daher. Das sieht schon sehr professionell aus. Also mal schauen, was einen so musikalisch erwartet.

ONEIROS haben sich dem Gothic/ Black Metal verschrieben und ihr Debüt in drei Kapitel aufgeteilt, die (schwer zu erraten) „Insania“, „Exanimis“ und „Mortis“ benannt sind. Zuerst wird man von einem netten atmosphärischen Intro in die Welt der acht (!!) Ruhrpottler gebracht, um dann gleich mit treibenden Drums und fetten Riffs vom Opener “Stigmata” aus seiner Trance geweckt zu werden. Fronter Björn zeigt auch gleich wo seine Stärken liegen, nämlich im brutalen Black Gesang. Dazu erklingt als Gegenpart die schöne Stimme von Sängerin Kristina. Untermalt wird das ganze noch einem Keyboard-Teppich, der mich etwas an die erste EMPYRIUM erinnert. Sehr schöner Anfang. Bei “Creeping Phobia” geht’s ganz dem Titel nach schleppender zur Sache und die Orgel-Melodien und die genialen Riffs geben dem Song eine fast beängstigende Atmosphäre. Generell finde ich den passenden Einsatz von Violinen bei Düster-Metal schon sehr ansprechend, vor allem wenn sie die eben erwähnte Atmosphäre noch verstärken. Doch bei “Creeping Phobia” und vor allem beim schnelleren “Phoenix” empfinde ich dieses Instrument doch eher als störend. An sich ist “Phoenix” ein sehr starker Song, vor allem der Break und der folgende Riff nach gut der Hälfte kommen echt cool. Aber die Violine macht bei diesem Song schon einiges kaputt.

Ha, was’n das? Das Intro zu “Disclose my Eyes” kenne ich doch. Die Melodie ist zu Beginn doch fast 1:1 vom CRADLE OF FILTH – Song “Saffron’s Curse” übernommen, nur nen tacken langsamer gespielt… na na na… aber ansonsten hat das Lied eher weniger mit dem der Engländer gemein. Ein besonderes Highlight auf der Scheibe findet sich dann zum Ende hin. Mit “Fading Light” hat eine wunderschöne Ballade den Weg aufs Album gefunden, die nur aus einer Klaviermelodie und dem schönen Gesang von Kristina besteht. Große Klasse. Ebenso überzeugend ist aber auch der Brecher zum Ende. Denn als Bonus befindet mit “Black Angel” ein wahrer Black Metal Kracher auf der CD, der nur kurz von ruhigen Parts und weiblichem Gesang unterbrochen wird, aber dann gleich weiter prescht…

Ein äußerst gelungenes Album, welches seine 10 Euro (inkl. Versand) mehr als wert ist. Also auf die Page geklickt und die CD bestellt!

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