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OPERATORS - Revelers

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Operators-Revelers
Artist OPERATORS
Title Revelers
Homepage OPERATORS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.7/10 (3 Bewertungen)

Der Berliner Stoner-Psych-Rock n’ Rollercoaster OPERATORS ist bereits seit sieben Jahren in der Spur und hat sich durch seine mitreißenden Live-Shows mittlerweile längst auch überregional einen Namen und eine treu ergebene Fanbase erspielt. Jetzt liegt ganz frisch der dritte Longplayer namens „Revelers“ vor, der die Band erstmals als Fünfer mit nur noch einem Gitarristen präsentiert.

Am Gesamtsound der Band hat der Verzicht auf eine zweite Gitarre im Grunde nichts geändert. Wenn überhaupt, dann klingen die OPERATORS eher noch dichter und vor allem homogener als auf den Vorgängeralben. Auch kann sich eines der wesentlichen Klangmerkmale, die so wohltuend an alte Helden wie URIAH HEEP und Konsorten erinnernde Orgel (gespielt von Konni), durch die neue Konstellation noch um einiges besser durchsetzen. Durch sie und den gewohnt kraftvollen, Vibrato-betonten Röööaaarr-Gesang vom charismatischen Frontmann Eggat werden gerade die beiden langsameren und epischen Songs „Rolling Hitch“ und insbesondere das formidable „Messina“ gleichsam wie auf liebevollen Händen durch ihre Arrangements getragen. Aber auch der verbleibende Gitarrist Dirk kommt auf „Revelers“ mit seiner neuen Rolle als alleinige Riffmaschine nicht nur gut klar, sondern füllt sie genüsslich mit einer gehörigen Portion Leben. Gerade wenn sich aus seinen treibenden Rock n’ Roll-Licks plötzlich hingebungsvolle Soli erheben, wie zum Beispiel gegen Ende des Openers „Leveled Reveler“, spürt man das Feuer, das nicht nur in ihm, sondern in sämtlichen OPERATORS lichterloh zu brennen scheint. Das live eingespielte und von Rene Hoffmann (WIGHT) wunderbar erdig produzierte Album transportiert die atmosphärische Dichte der Konzert-Situation eins zu eins ins heimische Wohnzimmer und spielt dabei in weitaus höherem Maß als bisher mit scheinbaren Gegensätzen, die von den Berlinern freundlicherweise nicht als solche akzeptiert werden. Sixties-Psychedelia, Art Rock-Anflüge aus den frühen Siebzigern, Stoner-Attitüde und harter Rock n’ Roll stehen hier nicht gleichberechtigt nebeneinander, sondern tanzen ohne jede Berührungsangst miteinander auf dem durchweg schwer voluminösen Groove-Teppich von Bassist Dän (auch bei NEUME aktiv) und Drummer Säsh, der nebenbei gerade auch mit VAL SINESTRA auf der Überholspur ist. Die Authentizität dieser Mischung und die Tatsache, dass hier eindeutig mehr Wert auf spielerische Dynamik als auf allzu kleinliche, technische Perfektion gelegt wurde, heben „Revelers“ von anderen Veröffentlichungen artverwandter Bands ab.

Wer also die OPERATORS bisher nicht auf dem Schirm hatte, der sollte sich „Revelers“ unbedingt einverleiben und sich anschließend nicht wundern, wenn ihm die spürbar atmenden Songs beim Hören ein genau so breites Grinsen aufs Gesicht zaubern, wie der Band selbst beim Spielen. Smooth!

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