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ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO/ SPIRITUAL FRONT - Satyriasis, somewhere between nihilism and equilibrium

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Artist ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO/ SPIRITUAL FRONT
Title Satyriasis, somewhere between nihilism and equilibrium
Homepage ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO/ SPIRITUAL FRONT
Label COLD MEAT INDUSTRY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.8/10 (14 Bewertungen)

Der Begriff “Satyriasis” beschreibt in der Medizin einen krankhaft gesteigerten männlichen Geschlechtstrieb, also werden sich jetzt ca. 95 Prozent der Leser angesprochen fühlen. Aber bevor ihr ihn wieder auslebt, gönnt euch doch die neueste Veröffentlichung auf dem „Kultlabel“ Cold Meat Industry, meinetwegen nutzt ihn auch zur Untermalung diverser erotischer Tätigkeiten. Denn dafür sind beide beteiligten Bands dieser eigenwilligen Split CD bestens geeignet: SPIRITUAL FRONT aus Italien und die umtriebigen ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, die ja bereits auf früheren Releases einen Cocktail aus Erotik und Apokalypse präsentierten. Hier tun sich diese Meister für 8 Stücke zusammen, je 3 Eigenkompositionen plus 2 „direkte“ Kollaborationen.

Schon seit geraumer Zeit schwebte den Protagonisten eine Zusammenarbeit vor, nun ist es endlich soweit, und die ersten 2000 Exemplare kommen in einem „sexy“ Digipak daher. Aber es ist im wesentlichen natürlich die Musik, die überzeugen kann. ORE steuern 3 wunderbare Kompositionen bei, mit so schönen Titeln wie „Hell is where the heart is“ oder „Three is an orgy, four is forever“. Ersteres Stück bietet ruhige, erotische Ritualmusik, mit doppelgeschlechtlichen Sprechvocals und einem martialischen Sample. Die „Zahlenorgie“ präsentiert sich im folgenden dann als gleichsam feierliches wie romantisches Neofolkstück inkl. gelungenen Pianoeinlagen. Aber auch die spirituelle Front kann überzeugen. Der „Song for the old man“ integriert ein stimmungsvolles Schifferklavier und gemahnt musikalisch ein wenig an typische Military Pop Bands. Dabei überzeugt besonders Simone Salvatoris Stimme, die leicht rau ausfällt, passenderweise hat man kürzlich an einem Tribute to Johnny Cash partizipiert. SF klingen mithin wie eine folkigere Ausgabe von CANAAN oder Angelo Badalamenti-Soundtracks. Besonderen Augenmerk sollte man natürlich auf die beiden direkten Zusammenarbeiten legen, welche das Werk eröffnen und beschließen. Hier wird ein wenig experimenteller zu Werke gegangen: „Your sex is the scar“ erinnert mit seinen Bläserparts gar ein wenig an alte Karl May-Filme, während „The Pleasure of Pain“ modern wirkende Loops einsetzt.

Insgesamt eine schöne, erhabene und sehr atmosphärische CMI-Scheibe, die in der Schnittmenge von Neofolk, Pop und Apocalyptic Military jede Menge Punkte sammelt. Einzig die Spielzeit hätte ruhig länger ausfallen dürfen. Aber alle „Satyriker“ unter euch sollten sich als „Ersatz“ das Cover mal etwas genauer anschauen… Herausragend!

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