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OVERKILL - The Electric Age

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Artist OVERKILL
Title The Electric Age
Homepage OVERKILL
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.7/10 (392 Bewertungen)

Neben MACHINE HEADs „Unto The Locust“ (2011) war für mich “Ironbound” (2010) von OVERKILL die beste Thrash-Metal-Veröffentlichung der letzten Jahre. Dieser Tage bringen OVERKILL ihr bereits 17. (!!!) reguläres Studioalbum raus, das vermutlich nicht nur von mir mit Spannung erwartet wurde, muss es sich doch an seinem exzellenten Vorgänger messen lassen. Aber keine Sorge, OVERKILL sind die MOTÖRHEAD des Thrash-Metal und können einfach kein schlechtes Album abliefern.

Nicht nur das Cover-Artwork von „The Electric Age“ erinnert an “Necroshine” aus dem Jahre 1999, auch der Opener „Come And Get It“ baut sich wie der damalige Titeltrack auf, geht dann aber in eine andere Richtung. Bereits in diesem Stück wird deutlich, dass OVERKILL auf ihrem neuesten Output vermehrt Wert auf eingängige Refrains und die typischen OVERKILL-Chöre (von „Piratenchören“ bis zu „Gang-Shouts“ ist alles vertreten) gelegt haben. So bleibt der Reim „…more than you can take, make no mistake, electric rattlesnake…“ von eben jener besungenen „Elektrischen Klapperschlange” gleich beim ersten Durchlauf im Ohr hängen. Zudem ist die erste Single-Auskopplung mit einem geilen Riff versehen und geht als typischer OVERKILL-Song durch. Ebenso ist der Uptempo-Groover „Wish You Were Dead“ mit den charakteristischen Chören (man hört allerdings überwiegend die Stimme von Basser D.D. Verni heraus) ausgestattet und man meint, Anleihen der früher obligatorischen „Overkill“-Saga zu vernehmen. Dann folgen das sich langsam aufbauende rifflastige „Black Daze“ und das punkige „Save Yourself“. Beide mit hohem Mitgröhlfaktor ausgestattet. Das nächste Highlight ist das mit einem geilen Riff und genialer Gesangslinie von Blitz versehene „Drop The Hammer“. Hier fällt besonders auch die sehr gute Gitarrenarbeit von Dave Linsk und Derek Tailer auf. Das beatlastige „21st Century Man“ besticht durch den im Wechsel von D.D. und Blitz vorgetragenen anklagenden Gesang. Die Uptempo-Nummer „Old Wounds New Scars“ ist zwar mit sehr coolem Text versehen, musikalisch aber eher OVERKILL-Durchschnitt (aber hey: was für OVERKILL Durchschnitt ist, wäre für andere Bands ein Höhepunkt!). Das schnelle „All Over But The Shouting“ besitzt einen coolen Aufbau, hat einen modernen Anstrich und ist ebenfalls mit einem sehr eingängigen Refrain („…hell raising, comes blazing…”) versehen. Es wäre für meine Begriffe das beste Stück der Scheibe, hätten sich OVERKILL dieses nicht für den Schluss aufgehoben. Mit dem breaklastigen und sehr abwechslungsreichen „Good Night“ fahren die Jungs aus New Jersey nämlich die ganz großen Geschütze auf. Einem balladesken Einstieg folgt ein sehr hartes Riffing, das sich immer weiter aufbaut, aber nie seinen Höhepunkt zu erreichen scheint. So halten OVERKILL die Spannung, bevor der Hörer zum Ende des Songs von Blitz mit einem „Gute-Nacht-Kuss“ in seine vermeintlichen Albträume verabschiedet wird. Genial!

Im direkten Vergleich mit dem bärenstarken Vorgänger muss man festhalten, dass „The Electric Age“ definitiv mehr Durchläufe braucht, um seine Klasse zu entfalten. Hatte man bei „Ironbound“ nach dem ersten Höreindruck bereits das Gefühl, grade einen zukünftigen Klassiker vernommen zu haben, braucht es bei der neuen Scheibe ein paar Runden auf dem Plattenteller, bevor sich die ganze Genialität der meisten Songs erschließt. Die zweite CD für Nuclear Blast kommt was die Eingängigkeit angeht nicht ganz an seinen Vorgänger ran, aber ich prophezeie ihr eine größere Langzeitwirkung und freue mich schon auf Studioalbum Nummer 18!

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