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PAIN OF SALVATION - 12:5

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Artist PAIN OF SALVATION
Title 12:5
Homepage PAIN OF SALVATION
Label INSIDEOUT
Veröffentlichung 23.02.2004
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Es wird wohl Daniel Gildenlöws Schicksal bleiben, dass man ihn nicht an erster Stelle mit seiner größten Leidenschaft identifiziert. Als wiederholter Gast bei der nicht nur der Bezeichnung nach überragenden und dem Namen nach die Grenzen der Kontinente überspringenden Supergroup TRANSATLANTIC wird der Sänger und Gitarist den Meisten zum ersten Mal aufgefallen und in Erinnerung geblieben sein, doch sein Herz gehört der eigenen Band PAIN OF SALVATION. Bevor er sich mit dieser erneut auf eine Reise durch unerforschtes Terrain begibt, legen die Schweden mit „12:5“ ein Werk vor, dass sowohl als eine akustische Best-Of für Einstieger, als auch eine geschmackvoll und gründlich angelegte Neuinterpretation und –anordnung klassischen Materials gute Dienste tut.

Denn als genüge es nicht, einige der besten Stücke der eigenen Geschichte durch eine deselektrifizierte Darbietung in neuem Lichte erglänzen zu lassen, wurden diese derart ineinander verschachtelt, dass sich wie durch Geisterhand unentdeckte Zusammenhänge ergeben – ähnlich der Borrough’schen Cut-Up Technik, der sich ja auch DAVID BOWIE gerne und mehrmalig bedient hat. Und so ist „12:5“ (den genauen Bedeutungsgehalt des Titels möchte Gildenlöw zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten und lädt alle Interessierten auf dem Forum der Internetpräsenz zur regen Diskussion ein) in drei Kapitel („Bücher“) unterteilt, welche in sich geschlossene Einheiten darstellen und aus 5-6 Songs bestehen. Dem ersten, passenderweise „Genesis“ benannten, Buch mit seiner folkig-verträumten Einleitung und einem rasanten Finale stehen dabei das zunächst wütende ausholende, dann zurückgezogen die Wunden leckende „Genesister“ und das trotz irreführender Bezeichnung unverhohlen romantischen „Genesinister“ gegenüber und obwohl man starke Momente in jedem Abschnitt entdecken kann, sind die im Mittelteil eingebauten Kleinode „Winning a War“ „Oblivion Ocean“ und vor allem das wahrhaft ergreifende „Undertow“ die wahren Höhepunkte, auch wenn so mancher bei der unerhört poppigen und offenherzigen Ballade „Second Love“ zum Taschentuch greifen wird: „Want you to know I can’t sleep anymore/ By the Nights, by the Nights/ Day after day I want you to say/ that you’re mine, you’re mine.“ Da schlittert die Band ganz dicht am Kitsch vorbei und Gleiches gilt für die Instrumentierung, die mit schnarrenden Saiten, golden geträllertem Gruppengesang, mit dem Schneebesen gestreicheltem Schlagzeug und einem (immerhin echten!) perlenden Flügel genauso gut von der „Unplugged“-Session eines John Bon Jovi stammen könnte.

Doch niemals wird es zu heimelig oder kuschelig, niemals zu gemütlich und stets bleibt da die Erkenntnis, dass es hier um Schmerz und nicht um Kommerz geht: „I taste your sorrow and you taste my pain/ drawn to each other for every stain“ heißt es in „Ashes“ und das wird man so schnell nicht auf MTV zu hören kriegen. Da stehen die Chancen wohl eher auf 12:5.

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Pain of Salvation '12:5' Tracklist
1. Brickwork I
2. Brickwork II
3. Brickwork III
4. Brickwork IV
5. Brickwork V
6. Winning a war T5
7. Reconcilation T5
8. Dryad of the woods T5
9. Oblivion Ocean T5
10. Undertow T5
11. Chainsling T5
12. Brickwork VI
13. Brickwork VII
14. Brickwork VIII
15. Brickwork IX
16. Brickwork X
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