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PANIK (CAN) - A Page Torn

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Artist PANIK (CAN)
Title A Page Torn
Homepage PANIK (CAN)
Label ESCAPE MUSIC
Veröffentlichung 07.03.2005
Leserbewertung
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So kann man einer Band einen Bärendienst erweisen: Statt sich auf die Qualitäten und Eigenheiten des dargebotenen Materials zu konzentrieren, beginnt das dieser CD beigelegte Presseinfo direkt mit einer Reihe Vergleichen, die stutzig macht: Wie die roten Tücher für die internationale Rockpresse NICKELBACK und MATCHBOX 20 sollen PANIK klingen, gleichzeitig aber auch wie die politlosen RATM Nachfolger AUDIOSLAVE – dieser Spagat dürfte selbst einem Vittel-gestärkten DAVID BOWIE schwer fallen. Dabei gibt es diese Gruppe bereits seit dreizehn Jahren und klingt sie trotz auf der Hand liegender Referenzen schon ganz nach sich selbst.

Um einen Vergleich indes kommt man gleich zu Anfang nicht hinweg, denn das wunderbar raue, doch gleichzeitig schmerzhafte Timbre von Rick Legacys Stimme rückt ihn in direkte Nähe von Adam Duritz und auch wenn man lediglich vereinzelt und in kurzen Momenten Anklänge an die COUNTING CROWS heraushören mag, ist diese Parallele nicht völlig von der Hand zu weisen, denn genau wie die amerikanischen Folkrocker legen PANIK neben einem runden, unaufdringlichen Sound größten Wert auf gediegenes Songwriting. Lediglich das 80’er Jahre Tribut „Another Thing coming“ klingt reißbretthaft und saftlos und der Versuch, die Brücke zu EmoCore und alternativen Gefilden zu schlagen, misslingt in „Friends“ recht eindeutig. Abgesehen davon wird hier aber eine hochklassige und variationsreiche Kost geboten, die immer aufs Neue zu überraschen weiß. „Crush“ und „Find a Way“ sind trotz ihres Hit-Charakters nicht glatt, sondern gradlinig und die balladesken „Gear Girl“ und gar „Fly“ immer um Bodenhaftung bemüht. „Middle“ geht dann eine Nummer härter zur Sache, gerät aber mit seinem spartanischen Mix aus satt groovendem Schlagzeug und knackigen Riffs zum Höhepunkt. Rob Thomas hätte schon längst mit zugehaltenen Ohren das Studio verlassen, doch hier wirkt dieses Brett unaufgesetzt und genau am richtigen Fleck.

Dennoch muss man kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass diesem Album der ganz große Erfolg verwehrt bleiben wird. Gerade weil PANIK konsequent ihren eigenen Weg gehen, werden sie anecken und diese Art melodiöser Rock ist in Europa gerade so angesagt wie Aktien der Dresdner Bank. Wer aber seine Stars nicht im Fernsehen zusammenstellt und auf Qualität mehr Wert legt als auf Konjunktur, wird in „A page torn“ einen Wegbegleiter finden, der auch in ein paar Jahren nicht ausgelutscht und fahl schmeckt.

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Panik 'A Page Torn' Tracklist
1. Crush
2. Find A Way
3. Amazing
4. Gear Girl
5. Harder
6. Die For You
7. Another Thing Coming
8. Fly
9. Friends
10. Middle
11. Life Worth Living
12. In A Moment
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