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PAUL CLARK - Shredz At An Exhibition

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Artist PAUL CLARK
Title Shredz At An Exhibition
Homepage PAUL CLARK
Label RUSTY CAGE RECORDS
Veröffentlichung 06.04.2007
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

PAUL CLARK ist dem ein oder anderen vielleicht als Lead-Gitarrist der DAVID CROSS BAND (deren Namensgeber ist wiederum ein ex-KING CRIMSON-Mitglied) bekannt. Auf seinem neuen Debüt-Solowerk zaubert der studierte Musiker sieben Geschichten auf seinen sechs Saiten, ohne dabei auf das gesungene oder gesprochene Wort zurückzugreifen. Stattdessen verwendet er seine komplexen Kompositionen, um die verschiedensten Stories zu erzählen.

Das sind mitunter ziemlich lange Abhandlungen, gleich der Opener „The Rape of The Sabine Women“ bringt es auf fast acht Minuten voller intensiver Gitarrenläufe in bester Prog-Rock-Tradition. Dramatik kommt beim 14-minütigen „The Raft of The Medusa“ auf. Gekonnt setzt er die tragischen Ereignisse auf der französischen Fregatte, die 1816 mit 400 Frauen, Männern und Kindern an Bord vor den senegalesischen Küste in Seenot geraten war, in Szene und beschreibt eindringlich die verzweifelte Situation der zurückgelassenen Menschen, die in ihrer Not und um zu überleben, die toten Mitpassagiere gegessen haben. Das melancholische „Requiem“ widmet sich dem Tod eines geliebten Menschen. Wie bei den übrigen Songs auch, behandelt „The Chose One“ die Eindrücke, die ein Gemälde bei PAUL „Clarky“ CLARK hinterlassen hat. Insbesondere die Empfehlung, vorsichtig zu sein, was man sich wünscht, es könne womöglich in Erfüllung gehen und dann ganz anders sein als dass, was man erwartet hatte, wird mit den perlenden Gitarrenloops bestens transportiert. „Artaud: On The Fringe of Insanity“ beschreibt die Zerrissenheit des französischen Schauspielers, Dramatikers, Regisseurs, Zeichners, Dichters und Theater-Theoretikers Antonin Artaud, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Aufsehen sorgte. Entsprechend aufgewühlt präsentiert sich der Sound, bevor mit „Virtus Junxit Mors Non Seperatbit“ ruhigere Töne angeschlagen werden. Sie gelten dem letzten Großmeister des Templerorden, Jacques de Molay, der 1314 auf Befehl Philipp II. wg. angeblicher Ketzerei auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde. Die letzte viertel Stunde gehört „The Beheading of John the Baptist“, sprich der biblischen Geschichte von der Enthauptung Johannes des Täufers, die auf Salomes Wunsch von ihrem Stiefvater Herodes Antipas veranlasst wurde. Entsprechend den drei Segmenten „The Dance of Salome“, „The Promise of Herod“ und „The Beheaving of the Baptist“ verändert sich auch die Musik, die es schafft, eine Menge Emotionen an den Tag zu legen.

Nicht gerade leichte Kost, die Clarky uns da auftischt. Mal eben so durchhören funktioniert nicht. Es macht unbedingt Sinn, sich mit dem Booklet und den dort abgebildeten Gemälden zu beschäftigen, dadurch bekommt die Musik zusätzliche Bedeutung und Tiefe. Die echten Gitarren-Frickler, die auch auf STEVE VAI, MARTY FRIEDMAN oder JOE SATRIANI stehen, werden „Shredz At An Exhibition“ auf jeden Fall lieben.

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Paul Clark 'Shredz At An Exhibition' Tracklist
1. The rape of the Sabine woman
2. The raft of the Medusa
3. Requiem
4. The chosen one
5. Artaud: On the fringe of insanity
6. Virtus junxit mors non seperatbit
7. The begeading of John the Baptist: The dance of salome / The promise of Herod / The beheading of the Baptist
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