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PETER BJÄRGÖ - The Architecture Of Melancholy

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Artist PETER BJÄRGÖ
Title The Architecture Of Melancholy
Homepage PETER BJÄRGÖ
Label CYCLIC LAW
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.3/10 (6 Bewertungen)

Eine Woge tiefster Melancholie flutet die Hirnwindungen, architektonisch in Szene gesetzt vom ARCANA-Mastermind. Nicht allzu lange nach seinem Solo-Debüt ist PETER BJÄRGÖ nun also erneut auf Solo-Pfaden unterwegs und vermag wie schon auf “A wave of bitterness” die Hörerschaft in seinen Bann zu ziehen.

Mit dem Opener und zugleich Titeltrack geschieht dies zunächst einmal gar nicht bedeutend unähnlich zum Sound seiner Stammband. Schnell verbreitet sich hier eine betörende, neoklassische Atmosphäre, zu der Peters durchdringende Stimme erklingt. Interessant auch, dass ihn dabei wie in frühen ARCANA-Tagen deren ursprüngliche Sängerin Ida Bengtsson unterstützt. Ein starker Auftakt, nach dem der musikalische Schwerpunkt dann allerdings doch anders gesetzt wird. Es überwiegen nun minimalistischere Kompositionen (wie z. B. „The hidden compass“ und „A wheel of thoughts“), die zum Teil lediglich auf einer harmonischen Verschmelzung von zart gewobenem Gitarrenspiel und Ambientschleiern basieren und eine zerbrechliche, zeitweise beinahe schon post-rockige Aura erzeugen. Alles wirkt bewusst zurückgenommen, Vocals werden meist sparsam und dezent eingesetzt, Perkussion ist gar nur noch in zwei weiteren Stücken zu vernehmen, von denen insbesondere „The death of our sun“ aber nochmals dynamischere und – ohne das vorangehende Material schmälern zu wollen – vollwertigere Klangkunst offenbart. Abschließend nimmt das Album mit dem 10-minütigen Instrumental „Sleep Dep.Loop1“ erneut eine Wendung. Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier ein kurzer, atmosphärischer Ambient-Loop stetig aneinandergereiht. Was sich vielleicht langweilig anhört, leitet aber unmittelbar über zu einem meditativen Bewusstseinszustand, der den Rezipienten dabei begünstigt, sich verzaubern und endgültig in (s)eine Traumwelt fallen zu lassen.

Einziger kleiner Kritikpunkt dieser schwermütigen Klangvorstellung: Wertet man den Schlusstrack nicht als regulären Song, verbleibt eine eher kurze Spielzeit. Die aber verschafft ein dunkelschönes Werk, das sowohl seinem Namen als auch seinem Schöpfer alle Ehre macht.

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