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PHAZM - Hate at first Seed

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Artist PHAZM
Title Hate at first Seed
Homepage PHAZM
Label OSMOSE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 23.05.2014
Leserbewertung
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This is the Ent. Als Herr der Ringe-Fans mit einem gewissen kreativen Geltungsdrang proben PHAZM in ihrem lyrischen Konzept mal wieder den Aufstand der Bäume, bleiben in ihrem Bandnamen aber dankenswert neutral (alle Tolkien-Bezeichnungen waren wohl schon vergriffen). Vielleicht ist das Ganze aber auch als eine Art heimliche Ehrerweisung an Monty Python zu sehen, wiewohl deren „Lumberjack“ musikalisch mehr als nur eine Fahrt um den Block entfernt liegt. Der Wald singt also und zwar mit grabestiefer Stimme.

So schwarz, als dass man die eigene Hand vor lauter Bäumen nicht mehr sähe, wird es gleichwohl nicht und auch wenn nordische Sagen als Inspiration guten Dienst taten, bleibt Oslo außer Reichweite. Black n Roll (oder Rock n Black?) nennen die Franzosen das selbst, doch statt an BATHORY denkt man eher an Jaz Colemans Horden des legalisierten Wahnsinns KILLING JOKE und deren tribales Drumming. Das manisch-orientalische Flair, welches schon „Pandemonium“ durchzog, wird man auch im Finale von „Vicious Seed“ und dem beinahe linear strukturierten „Resinous Balm“ entdecken. Immer dann, wenn die Gitarren psychedelisch verästelte Schatten an die Wand werfen und die Combo sich bei flirrender Hitze ins Delirium spielt, ist die Wirkung am Größten. Gleichzeitig versteht man sich auf schnelle und harte Kost und wird Death Metal hier mit dickem „D“ geschrieben – gelegentlich meint man gar, es müssten zwei Trommler am Werk sein. An anderer Stelle gibt es statt einer Faust auf die Fresse einen Beat auf die Butze: Das kernig stampfende und knorrig knurrende „What a wonderful Death“ überzeugt mit ELVIS’ Hüftschwung und AC/DC-Riffs, deren Höllenglocken zum Schluss bimmeln, als hätte Quasimodo Hummeln im Arsch. Und bei „Dogs“ treffen sich die STOOGES und MOTORHEAD auf einem Metalfest zum Schlagabtausch. Bei soviel regenbogenprächtiger Abwechslung hätte Frodo Baggins sicher seine Freude, auch wenn man zu dem eher hölzernen Groove des unmotivierten „Forest Recipe“ nur schlecht die Fidel wird streichen können. Dafür wurzelt „Fleshback“ tief im Moor des Doom und bäumt sich energisch auf, während der Hörer den Kopf senkt und die Faust hebt.

Eines der interessantesten und intensivsten Debüts dieses Jahres. PHAZM haben es vermieden, wie auch nur irgendeine andere Band zu klingen und sich damit nach nur einem Album eine weitverzweigte eigene Welt geschaffen. Welche dank der helfenden Hand von Jacob Hansen auch noch in einem morbiden und albtraumhaften Licht erstrahlt. Furchterregend fett und bemerkenswert anders.

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Phazm 'Hate at first Seed' Tracklist
1. InChaos
2. What A Wonderful Death
3. Resinous Balm
4. Forest Recipe
5. Devoured Tenderness
6. Vicious Seed Button MP3 bestellen
7. FleshBack
8. Loneliness
9. Dogs
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