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PHILIAE - Scapegod

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Artist PHILIAE
Title Scapegod
Homepage PHILIAE
Label DIRTYBITCHMUSIC
Veröffentlichung 27.08.2001
Leserbewertung
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Das Album “Scapegod” ist das erste und somit das Debüt der aus dem Raum Hamburg stammenden Band PHILIAE. Es wurde zusammen mit Ex-TEMPLE OF THE ABSURD Mastermind Schrödey im Absurd-Studio produziert und war bisher nur über die Homepage der Band erhältlich. Nun liegt es vor mir und ich bin gespannt.

Bereits die Cover-Rückseite wirft einige Fragen auf: 12 Songs, die unterteilt sind nach den Begriffen „deceased“, „beloved“ und „hollow“. Was will mir PHILIAE damit nur sagen? Als ich mir dann jedoch die Titel der Stücke ansah, wurde ich schnell fündig, denn sie haben die Songs eben diesen Themen untergeordnet. Der Opener „Golden God“ beginnt leise, um anschließend mit harten Gitarrenriffs, Bässen und Drums und den düsteren Stimmen von Jane Doe(?) und Anne Frank(??) aufzuwarten und mächtig an Marilyn Manson zu erinnern.

Und so geht es im ersten Drittel des Albums weiter, dort befinden sich die Titel „For the deceased“, „Hategrenade“, „Crucifixion“ und „Scapegod“. In diesen Stücken verarbeiten sie alle Arten von Tod und Terror. Ob es nun um Vergewaltigung, Verwüstung oder einfach „nur“ Hass und Gewalt geht, alles wird vertextet und findet somit auch den Oberbegriff „For the deceased“. Harte Gitarrenriffs, hämmernde Drums und die düsteren Stimmen geben einem das Gefühl, es mit dem Teufel persönlich zu tun zu haben. Weiter geht’s im zweiten Teil unter dem Motto „For the beloved“. Unter diesem Oberbegriff sind lediglich drei Songs untergebracht, die wesentlich ruhiger klingen: „For the Beloved“, „Beautiful Lie“ und „White Sun“. Wiederum spielt der Tod die Hauptrolle, aber doch irgendwie „sanfter“ und eher aus der Sicht des Sterbenden, der für die Nachwelt seine Gedanken hinterlässt. Bei diesen Songs merkt man, dass die gequälten Gitarren auch zu ruhigeren Gangarten zu gebrauchen sind. Zwar fehlt auch hier eine gewisse Härte nicht, aber man hat immerhin nicht gleich das Gefühl, dass einem die entsicherte Pistole an den Kopf gehalten wird. Lediglich „Beautiful Lie“ fällt mit seiner Heftigkeit etwas aus diesem Rahmen. Dann die letzten vier Tracks unter dem Oberbegriff „For the hollow“. Was versteht nun PHILIAE unter „Leere“ oder auch „Falschheit“? Die vier darunter gefassten Tracks geben mir nicht sofort Aufschluss hierüber. Wesentlich heftiger als zuvor unter „Beloved“ gibt PHILIAE uns hier einen Überblick über Untreue gegenüber sich selbst sowie Gefühle betreffend ihren Glauben, den Teufel, Lügen und Intrigen.

Alles in allem ist der Band ein Album gelungen, das sich songschreiberisch deutlich gefälliger anhört als der Output anderer Truppen in ihrem Genre. Ich denke in der Gruftiszene wird die Band sicherlich ihr Standing bekommen. Headbanger und Gruftis könnten die CD mögen, die PHILIAE auf dem bandeigenen Label Dirtybitchmusic hervor zauberte. Wer normalerweise diese Art der Musik nicht mag, hat zwischenzeitlich immer wieder mal die Möglichkeit eine kleine Verschnaufspause mit den ruhigeren Stücken einzulegen. Für alle anderen ist es ein Album, das sicherlich in einigen Bereichen immer mal wieder mit Marilyn Manson verglichen werden wird.

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