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PITCHSHIFTER - P.S.I. entology (DVD)

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Pitchshifter-PSIentology.jpg
Artist PITCHSHIFTER
Title P.S.I. entology (DVD)
Homepage PITCHSHIFTER
Label PSI RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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“We’re coming back – we’re not going to split up!” verspricht J.S. Clayden auf dem hier festgehaltenen Konzert – kurz danach gab es PITCHSHIFTER nicht mehr. Das war vor allem deswegen so hart, weil sich die Band zuvor noch mit dem ersten Album auf ihrem eigenen „P.S.I.“ Label eindrucksvoll und energisch zurückgemeldet hatte und die Zeichen eher auf Durchbruch als auf Trennung standen. Statt formelhafter Entschuldigungen an die Fans gibt es nun mit dieser DVD einen würdigen Abschied.

Nostalgische Rückblicke waren noch nie die Sache der Band, genauso wenig wie das Bedauern von Fehlern oder falschen Entscheidungen. Weswegen „P.S.I. entology“ von positiver Energie und Optimismus durchdrungen ist, ganz egal wie böse oder angepisst man sich auf der Bühne schon mal geben mochte. Zentrum des Geschehens ist eingangs erwähntes Konzert vor einer euphorischen Meute im einheimischen Nottingham. J.S. erscheint ganz in Weiß, aufgeladen wie ein kleines Feuerteufelchen. Das passt hervorragend zu den „Firestarter“-Referenzen im mathematisch-manischen „Genius“ und verleiht der Show bereits in den ersten Sekunden eine unvergleichliche Intensität. Auch wenn der Frontmann vor den obligatorischen Aufforderungen zum Hüpfen und Mitsingen nicht zurückschreckt, braucht das Publikum an diesem Abend keine Einladung: Vom ersten bis zum letzten Song spielen sich tumultöse Szenen im Saal ab, fliegen Leiber von links nach rechts und über die Absperrungen, drängeln und zwängen sich Hände und Gesichter am Gitter. In einer knappen Stunde prügelt man sich durch 13 knackig-krachende Songs mit unmenschlichen Tribal-Grooves, metallischen Riffbrocken und fanatischen Refrains – ohne jemals die Kontrolle zu verlieren. Diesen sanften Spagat kriegen sie auch bei den Bonusmaterialien hin: Zwei exzellente und ein ordentlicher Videoclip (darunter auch der vom heimlichen Hit „Shutdown), Einblicke in die Studioarbeit und die Beziehungen zwischen den Musikern, ein Interview mit dem Sänger. Da kommt viel zusammen und dennoch vergeht die Zeit wie im Fluge. Ganz so wie die Karriere der Band.

Man sollte hier zugreifen, denn die Zukunft wird das verloren gegangene wohl nicht ersetzen können. Anhand ebenfalls enthaltener Clips der neuen, aus PITCHSHIFTER hervorgegangen Projekte muss man nämlich leider konstatieren, dass Claydens Behauptung, es gebe nun sogar mehr für den Fan, so nicht zutrifft. Niemals wirklich schlecht und noch immer von eindeutigem Talent durchdrungen beweisen sie doch nur eines: Diese Dringlichkeit kommt so schnell nicht wieder.

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