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PRESTO BALLET - Peace among the ruins

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Artist PRESTO BALLET
Title Peace among the ruins
Homepage PRESTO BALLET
Label INSIDEOUT MUSIC
Veröffentlichung 06.06.2005
Leserbewertung
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“Sunshine over an empty castle” oder “Love in the forbidden garden” waren wohl die beiden Alternativtitel zu dieser Scheibe, doch was könnte besser zu einer derart 70er-verliebten Platte passen als „Peace“? Ein einsamer Engel lässt die zarten Finger über die Harfe gleiten, still ragt die Ruine in einen lauen Abendhimmel und kein Lüftchen regt sich. Eine Idylle aus Sanftmut und Liebseligkeit?

Eher nicht. Man muss an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass der Initiator hinter PRESTO BALLET Kurdt Vanderhoof heißt und seine Hauptband zwar die wohlfeile Institution „Kirche“, aber eben auch den unheiligen „Metal“ im Namen trägt. Von deren Schaffen entfernt sich „Peace among the ruins“ nun zwar nicht um Lichtjahre, dafür aber um ausreichend Äonen, um Feinde der METAL CHURCH zu überraschen und Freunde des progressiven Stadionrocks zu begeistern. Wer dies nicht glauben mag, sollte sich sowie seinen Ohren einen Gefallen tun und in die ersten vier Stücke hineinhören, in denen die Band zu Höchstform aufläuft und das Beste aus der Schnittmenge aus YES, PINK FLOYD und DEEP PURPLE heraufbeschwört. Während der einleitende Titelsong mit rasend schnellem Drumming und heulender Hammond aufmarschiert und „The Fringes“ einer kraftstrotzende Strophe einen einprägsamen Refrain mit Akustikflair gegenüberstellt, entführen einen die drei seligen Minuten von „Seasons“ auf einem fliegenden Teppich ins Blubberpfeifenwunderland. Einsamer Höhepunkt aber ist der Roger Waters-Traum „Find the time“: Waidwunde Vocals, effektvoll hinter eine dicke Wand aus Keyboards und Gitarren gemischt und eine simple Akkordfolge, die zum Schluss doch noch in ein extravagantes Finale mündet. Leider halten die drei darauf folgenden Titel nicht das Versprechen, welches der exquisite Beginn gegeben hatte: „Sunshine“ (da haben wir das Woodstock-Wort dann doch!) verirrt sich zu tief in die Welt von Orangenlimonade, fünfblättrigen Kleeblättern und rosa Elefanten, während „Slave“ zunächst mit dunkler Elektronik flirtet und dann in eher behäbigen Rock abstürzt.

Erst die abschließende Ballade ist dann wieder gelungen und von einer zeitlosen Schönheit. Für die Ewigkeit ist dieses Werk, das in der Mitte beinahe den gesamten Kredit verspielt, den es sich zunächst angehäuft hatte, somit zwar nicht geschaffen. Die durchaus vorhandenen Glanztaten lassen einen aber immerhin darauf hoffen, dass PRESTO BALLET beim nächsten Mal wenn schon nicht ihren Frieden, dann doch zumindest eine prall gefüllte Schatztruhe voller Inspiration in den Ruinen finden.

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Presto Ballet 'Peace among the ruins' Tracklist
1. Peace Among The Ruins 5:47
2. The Fringes 7:34
3. Seasons 3:39
4. Find The Time 7:18
5. Speed Of Time 5:50
6. Sunshine 4:51
7. Slave 5:33
8. Bringin’ It On 6:43
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