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PRIMAL FEAR - Devil’s Ground

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Artist PRIMAL FEAR
Title Devil’s Ground
Homepage PRIMAL FEAR
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung 23.02.2004
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Lasst Euch von keinem was Anderes erzählen: JUDAS PRIEST-FANS sind die Besten. Shawn von EIDOLON schickte uns im Interview mit ihm auf die Frage zu seinen Gefühlen bezüglich der demnächst anstehenden Reunion eine ganze Zeile voller Ausrufezeichen, Tim Owens liess sich jahrelang auf und abseits der Bühne defamieren, schluckte Beleidigungen und Bedrohungen ohne Widerworte, quittierte den ihm verpassten Arschtritt als Dank für seine Dienste mit einem Lächeln und der in Demutspose geäusserten Bemerkung, dass dies ja „für alle am Besten sei“. Auch Ralf Scheepers hat so einiges an Imitats- und gar Plagiatsvorwürfen über sich ergehen lassen müssen, zuletzt köpfte noch der Hammer mit „Freischwimmer“ und dem Ende der Vergleiche, nur um im selben Artikel ununterbrochen von PAINKILLER und Halford zu schwadronieren.

Dennoch hat Scheepers keine Gedanken an eine Änderung des Kurses oder eine Neuinterpretation seiner ursprünglichen musikalischen Vision verschwendet, Zuversicht und gute Laune auch angesichts der eher enttäuschenden Verkaufszahlen des Vorgängers „Black Sun“ nicht verloren – recht so! Ebenso wie sich jede Popband zwangsläufig auf BEATLES und BEACH BOYS beziehen muss, geht auch im Powermetal kein Weg vorbei an den Pionieren, welche die Strasse für die nachfolgenden Generationen geebnet haben, das gilt sogar für Bands, die den Vergleich mit PRIEST nicht als Ehre, sondern Beleidigung verständen. PRIMAL FEAR bedienen sich auf „Devil’s Ground“ aller für ein zwingendes und atemloses Album notwendigen Elemente, und dass sie dabei Cliches und klassischen Gesten nicht aus dem Weg gehen, wenn dies dem Song zuträglich ist, muss ihnen weniger angekreidet, denn hoch angerechnet werden. Von ein, zwei weniger inspirierten Songs in der Mitte und der zwar gut nach vorne gehenden, aber textlich dann doch ein wenig banalen Beinahe-Hymne „Metal is Forever“ abgesehen, rast diese Scheibe von Höhepunkt zu Höhepunkt – darunter klassische Kanonen wie „Sucide and Mania“, blitzschneller Speed bei „Sea of Flames“ und die epische Halbballade „The Healer“, bei der das Feuerzeug geschwenkt, aber keine Träne vergossen werden darf. Am Gelungensten geriet „Colony 13“, Scheepers Stimme wie überall hier raffiniert gedoppelt, der Song voller Energie und Optimismus.

Der abschliessende Spoken-Word Beitrag legt ein überkuppelndes Konzept nahe, doch ist dies irgendwo unterwegs verloren gegangen. Mat Sinner hat wieder transparent und druckvoll produziert, Neuzugang Randys Schlagzeugphilosophie kommt mit seinem mehr an Energie denn an Effekten interessierten Spiel nahe an die des omnipräsenten Dave Grohl. Scheepers hat Alles getan, um seiner Band eine Position als eigenständige Grösse im Metal zu erkämpfen. Jetzt lasst den Mann endlich in Frieden!

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Primal Fear 'Devil’s Ground' Tracklist
1. Metal is forever Button MP3 bestellen
2. Suicide and mania Button MP3 bestellen
3. Visions of fate
4. Sea of flames
5. The healer Button MP3 bestellen
6. Sacred illusion
7. In metal Button MP3 bestellen
8. Soulchaser
9. Colony
10. Wings of desire
11. Heart of a brave
12. Devil's ground
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