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PRO-PAIN - Fistful of Hate

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Artist PRO-PAIN
Title Fistful of Hate
Homepage PRO-PAIN
Label CONTINENTAL ENTERTAINMENT/ SOULFOOD
Veröffentlichung 22.12.2004
Leserbewertung
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Eine neue Veröffentlichung von PRO-PAIN ist wie der Besuch bei einer sehr alten Freundin. Sie wird dir nichts mehr neues anbieten, aber ihre Kochkünste schmecken immer wieder gut. Anfang der 90er fand meine erste Begegnung mit Gary Meskil und Co. statt, als mich „Pound for Pound“ auf MTVs „Headbanger’s Ball“ faszinierte. Die dazugehörige Debüt-Scheibe war in Deutschland zunächst nur als teurer Import zu haben, aber das schreckte mich nicht, bleibt „Foul Taste of Freedom“ doch bis heute ein absoluter Klassiker in meiner CD-Sammlung. Und die Amis erreichten diese Qualität danach nie wieder, was nicht bedeuten soll, dass die anderen Silberlinge schlecht wären. Aber der Überraschungseffekt war eben weg und die brillanten Arrangements des Erstlings auch. „Fistful of Hate“ nimmt nun einen achten Anlauf („Run for Cover“ mitgerechnet), um diese Tatsache zu ändern und selten waren die sozialkritischen Metalcoreler näher an ihrem selbstgesteckten Ziel.

PRO-PAIN Rezensionen fragen sich immer wieder, ob diese oder jene Veröffentlichung metallischer oder „hardcoriger“ ausgefallen ist, ob Gary aggressiver oder melodischer singt, die Antwort ist ganz einfach: Der ureigene Stil der Band war es schon immer, das beste aus beiden Welten zu kombinieren! OK, um der Tradition treu zu bleiben sei erwähnt, dass der aktuelle Brecher wieder mehr auf fette Midtempo Riffs setzt, Soli inklusive. Selten klang es mehr nach Thrash Metal als bei „The better half of forever“, wo sogar ein wenig Bay Area um die Ecke lugt. Aber das ganze wird natürlich wieder von einem unnachahmlichen Groove unterlegt, der Tracks wie „Lost Horizons“ zu Klassikern werden lässt. Und man hat gar ein paar Überraschungen im Ärmel: Bei „American Dreams“ gibt es einen äußerst melodischen Gesang im Refrain, der möglicherweise die Zukunft des Quartetts aufzeigt. Und „Godspeed“ enthält sowohl elektronische Spielereien wie auch einen Gastauftritt von BÖHSE ONKELZ-Brain Weidner, beide Bands verbindet ja eine innige Freundschaft. Der Schreiber selbst war 1998 in der Philipshalle zugegen, als PP für BO eröffneten und das Haus richtiggehend nieder rockten. Das ging immerhin so weit, dass meine damalige Freundin ohnmächtig wurde, aber das ist ein anderes Thema… Auf dem Cover Album befand sich ja dann auch die amerikanische Variante von „Terpentin“.

9 Alben und kein bisschen weise, so könnte man die Jungs von PRO-PAIN beschreiben, denn immer noch zeigen sie die Missstände in ihrem Heimatland auf. Und genau wie guter Wein scheinen sie immer besser zu werden, denn abgesehen vom Debüt handelt es sich hier wohl um ihre stärkste Scheibe: Wenig Durchschnitt, viele Nackenbrecher und vielleicht hören ja mal ein paar andere Leute zu als nur die, die schon seit langen Jahren treu ergeben sind. Verdient hätten sie’s!

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Pro-Pain 'Fistful of Hate' Tracklist
1. Can you feel it?
2. Left for dead
3. Godspeed
4. Implode
5. American dreams
6. Cut throat
7. Aftermath
8. Save face
9. The better half of forever
10. Freedom rings
11. Lost horizons
12. Fistful of hate
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