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PSY’AVIAH - Lightflare

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Psy-Aviah-Lightflare
Artist PSY’AVIAH
Title Lightflare
Homepage PSY’AVIAH
Label ALFA MATRIX
Veröffentlichung 09.02.2018
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Nach nunmehr sieben Studiowerken, einigen Remixalben, zahlreichen Singles, diversen Samplerbeiträgen, Einzelkonzerten und Tourneen des Projektes PSY´AVIAH (in Person des belgischen Musikers, Texters und Produzenten Yves Schelpe) war letztes Jahr der Ofen aus. Er war fertig. Ein Burnout. Es ist nach so viel Arbeit, Mühe und Engagement leider so weit gekommen. Das nun dennoch fertig gestellte achte Studioalbum „Lightflare“ begleitet diesen Bruch und Absturz musikalisch, grafisch und textlich. Die Lyrik ist entsprechend düster verzweifelt ausgefallen, mit vereinzelten Lichtern am Hoffnungshorizont. Die Musik auf der regulären Pressung umfasst 14 neue Tracks mit zahlreichen Gastsängerinnen und -sängern, wie man es von Herrn Schelpes Musik gewohnt ist. Eine erweiterte Box mit vielen Remixen von Labelkollegen aus den BeNeLux-Staaten komplettiert das Angebot (lag dem Rezensenten leider nicht vor).

Schon das Titelbild mit der Frau, die einsam und verzweifelt eine Fackel auf hoher, stürmischer See entzündet, in der Hoffnung, dass Rettung naht, symbolisiert sowohl den Gemütszustand des Masterminds von PSY´AVIAH, als auch die Grundstimmung auf „Lightflare“. Ein Stück ist wehmütiger und trauriger als das andere, was dunkler elektronischer Musik an und für sich ja immer gut zu Gesicht steht! Ab und an lugt doch wieder der Funksound, oder besser ein Anflug von House durch, wie bei „Sound of New“. Gewöhnungsbedürftig hingegen ist die Version des gleichnamigen Stückes mit Gerappe der eher nervigen Sorte. Eher anstrengend im Sound geht es dann leider auch mit „For Myself“ (mit LOTHHILL) weiter.

Disco-taugliches Material liefert Monsieur Schelpe mit „Mr. Vanity“ zusammen mit Fallon Nieves ab und noch gelungener „Reboot Reset Relay“ inkl. SciFi-Text und einer wunderschönen Melodie, veredelt von der hypnotischen Stimme besagter Madame Nieves. Dieser Track ist schon auf dem üpopigen Box-Sampler „Electronic Body Matrix 2“ positiv aufgefallen. Ähnlich emotional divergent geht es weiter mit „Ghost“ zusammen mit David Chamberlain von ENTRZELLE. Traurig und in sich gekehrt klingt das wunderschöne „Lonely Soul“, das Yves mit Phoebe Stone aufgenommen hat.

Die drei stärksten Tracks jedoch stammen aus den Kollaborationen mit Ellia Bisker („Aftermath“), Marieke Lightband („The Great Disconnect“) und der wohl begabtesten Sängerin auf „Lightflare“: Marie Kattmann („Lost At Sea“). Alle drei eint eine wehmütige Traurigkeit, wobei letzterer Track noch mal ein textliches und atmosphärisches Destillat des Schicksals von Yves Schelpe zu sein scheint. Er ist nicht gerade zu beneiden um seine Erfahrungen, aber wenigstens haben diese uns wunderschöne Musik beschert…

Fazit: Wer gut produzierten, düster-emotionalen und atmosphärischen Electro schätzt, sollte im Februar zuschlagen und sich „Lightflare“ für die dunklen Öhrchen sichern!

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Psy'Aviah 'Lightflare' Tracklist
1. Lost at sea - Psy'Aviah / Kattman, Mari
2. Aftermath - Psy'Aviah / Bisker, Ellia
3. The great disconnect - Psy'Aviah / Lightband, Marieke
4. Sound of new - Psy'Aviah / Nicole, Addie
5. In the sound - Psy'Aviah / MiXE1
6. For myself - Psy'Aviah / Lofthill
7. Heavy heart - Psy'Aviah / Kattman, Mari
8. Reboot reset relay - Psy'Aviah / Fallon Nieves
9. Ghost - Psy'Aviah / Chamberlin, David
10. Lonely soul - Psy'Aviah / Phoebe Stone
11. Plan b - Psy'Aviah / Baertsoen, Kyoko
12. Game changer - Psy'Aviah / MiXE1
13. Under the rain - Psy'Aviah / KONER
14. Mr. Vanity - Psy'Aviah / Fallon Nieves
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