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PTYL - Hell Sounds

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Artist PTYL
Title Hell Sounds
Homepage PTYL
Label DANSE MACABRE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

PTYL ist hebräisch und kann u.a. „Verschmelzung“ bedeuten. Dies beschreibt sehr gut das Konzept, welches hinter “Hell Sounds” steht. PTYL vereint Glam Rock, Industrial, schräge Gitarren und psychedelische Elemente zu einem wahren Wuchtwerk. Das Resultat erweckt Assoziationen, als wenn NIN, ALIEN SEX FIEND und DAVID BOWIE zusammen in ein Studio eingesperrt und erst nach einem (gemeinsamen) kreativen Schaffensprozess wieder herausgelassen wurden.

Der Opener “Glam Bitches from Hell” ist eine wilde Soundmelange mit bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Stimmen, während die folgende Coverversion “The mercy Seat”, als eingängiger Song mit schleppenden Beats daherkommt. Einen Ausflug in die 80er gestatten uns die beiden Stücke “Power Blond at the renegade Disco” und “Infernal Citizen”, zwei durchstrukturierte Songs, die blubbernde Synths und coole Sequenzen bieten. Bei “Thrill”, einem Track, der mit straighten hämmernden Beats beginnt, überlässt PTYL seinen Backgroundsängerinnen das Micro, um daraus einen lasziven Popsong entstehen zu lassen. Der Titeltrack “Hell Sounds” wiederum ist ein sehr stimmungsvolles, melancholisches Lied mit schwermütiger Atmosphäre, das dann zur Mitte hin auf fette Gitarrenriffs setzt, auch “Fallen Angels” besticht am Anfang durch akustische Gitarren, ergänzt von sehr eindringlichem Gesang und dezenten Syntheffekten, wonach dann ebenfalls geschickt die Stimmung variiert wird. Das abschließende “A Room in Hell” scheint dann sprichwörtlich gemeint zu sein: Deutliche Tempoverschärfung, der Hörer wird förmlich durch diesen Song getrieben.

Ein eigenwilliges, aber sehr geschickt aufgebautes Album, welches mit vielen Stimmungen und überraschenden, nicht zu erwartenden Variationen spielt.

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