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PUNK SOUL LOVING BILL - Industrie

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Artist PUNK SOUL LOVING BILL
Title Industrie
Homepage PUNK SOUL LOVING BILL
Label EIGENPRODUKTION
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PUNK SOUL LOVING BILL, das sind 3 Herren und eine Dame, die mir das erste Mal in Verbindung mit dem Bielefelder SPILLSBURY-Konzert aufgefallen sind. Dort gaben sie nämlich den Support Act und überraschten mich dabei gleich doppelt: Zum einen stammen sie auch aus der Seidensticker-Stadt, zum zweiten ist ihre Musik richtig gut! Da war es natürlich selbstverständlich, gleich mal den aktuellen Longplayer des Quartetts mit in die heimische Stube zu überführen. „Industrie“ ist bereits das 4te Release nach dem Debüt „Punk Soul Loving Bill and The Rod Taylor Body Double Merchandise“ (2002) sowie den beiden „Kaiserwetter“-Veröffentlichungen aus dem Jahre 2004. Zwar kenne ich diese Kleinode nur aus Erzählungen, Live-Hörproben deuten aber daraufhin, dass man damals noch sperriger und experimenteller zu Werke ging.

Nicht dass man nun dem Mainstream zugetan ist, das kann man wirklich nicht behaupten, aber eine gewisse Grundeingängigkeit ist jederzeit vorhanden. PSLB frönen einer Art kauzigem 80er Minimal Electro mit verspielt-intellektuellen Texten, zumindest wirken diese auf mich recht hintergründig und durchdacht. Analoge Keyboards erzeugen simple Beats und treffen auf gelegentliche Gitarren und gemischtgeschlechtliche Vocals. Die teilen sich Daniel Völzow und die bezaubernde Jana Duda, die im „wahren Leben“ in diversen künstlerischen Bereichen tätig ist. So sorgte sie für die Ausstattung bei der Bielefelder „Kommissar“-Persiflage „Braksiek“ und war in derselben Funktion auch bei einem ASTRA KID-Video am Start. Hier hätte ich sie gerne etwas vordergründiger gehört, denn im Vergleich zu ihrem männlichen Kollegen scheint sie mir leicht in den Hintergrund gemischt worden zu sein. Los geht’s mit dem „Rallyeweltmeister“, ein Song mit Hit-Potenzial, der vor allem mit dem wunderbaren Refrain punkten kann. Das nachfolgende Titelstück arbeitet lyrisch vermehrt mit Metaphern und musikalisch mit kräftigem Gitarreneinsatz. Entwickelt sich nach mehreren Durchläufen ebenfalls zu einem flotten Ohrwurm. „Aus-An“ wird dann alleine von Jana getragen, die dem Track einen spröden/ lässigen Touch verpasst. Thematisch überraschend fällt „Der Geruch des Todes“ aus, wo ein ziemlich depressiv-morbider Ton angeschlagen wird. Dagegen handelt es sich bei „Robert“ um ein Spaß-Lied, das sicherlich auf eine konkrete Person gemünzt ist. „Lass dich gehen und verzettle dich nicht in deinem kleinen Universum“ scheint hier die Aussage zu sein. Übrigens kann man diese Komposition auch in voller Länge auf der gut gemachten Homepage antesten. Nach einer kurzen Pause enthält auch dieser Silberling noch einen Hidden Track.

MALARIA meets FOYER DES ARTS mit einem Schuss Ostwestfälischer Gediegenheit: Diese Combo könnte in gewissen Kreisen ganz groß werden, wenn es der Zufall so will. Retro Elektro, der den Zeitgeist bestens persifliert und zudem den Bewegungsapparat stimuliert. Mit euch ist es immer so schön…

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