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PURGATORY - Necromantaeon

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Purgatory-Necromantaeon.jpg
Artist PURGATORY
Title Necromantaeon
Homepage PURGATORY
Label WAR ANTHEM RECORDS
Veröffentlichung 04.02.2011
Leserbewertung
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9.5/10 (4 Bewertungen)

Diese Band gehört ohne Frage zu den Urgesteinen der deutschen Death Metal-Szene. Seit immerhin gut 20 Jahren ballern uns PURGATORY brachialen Death Metal ohne Kompromisse um die Ohren. Und Ostdeutsche gehören zu der Fraktion, die nicht nur old school klingen darf… nein geradezu MUSS!!!

Das schöne bei PURGATORY ist, dass sie fast jede Death Metal-Sparte auf sich vereinen. So erinnert das eröffnende „Reaping the Disease“ deutlich an unsere polnischen Nachbarn von VADER. Wummernde Basslines, drückende Gitarrenwände und ein gnadenlos druckvoller Mix aus Blast-Inferno und nackenbrecherischem Groove-Angriff. Das brutal-abwechslungsreiche„Scourging Blasphemies“ lässt dann Vergleiche mit den amerikanischen Kollegen aufkommen und das sich schwer durch die Boxen wuchtende „Downwards into Unlight“ schielt deutlich nach Norden.
Spielerisch besinnt man sich auf das Grundlegende. Brachiale Doublebass-Attacken, brutale Blasts, walzende Grooves, drückende Riffwände und tiefste Growls. Filigrane Soli und mitreissende Melodien sind Facetten, die PURGATORY dann doch lieber anderen Bands überlassen. Hier werden gnadenlos Rüben abgeschraubt und Nacken gebrochen. Alleine bei „Glorification of the Lightbearer“ lassen die Jungs mal durchschauen, dass sie durchaus könnten, wenn sie wollten. Doch will man das von PURGATORY? Nein! Einige Tempi-Variationen reichen da völlig aus!

Eingetütet wurde „Necromantaeon“ klassisch in den Rape of Harmonies-Studios mit Patrick W. Engel und somit ist ein satter, druckvoller, aber auch leicht verwaschener Sound, welcher aber perfekt zum Album passt, garantiert. Old School Death Metal at its Best!
Fafnir

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Wer wäre schon auf die Idee gekommen, dass die Hölle in Deutschland beheimatet ist? Luzifer selbst haben wir noch nicht geortet, aber das Fegefeuer beherbergen wir schon lange, und es lodert gerade mit Nachdruck auf. Auf Deutsch: PURGATORY kommen mit einem neuen Album um die Ecke. Zum sechsten Mal feuern sie uns ihren satten Sound gehörigst um die Ohren – diesmal unter dem Banner „Necromantaeon“. Also auf zum Totenmarsch!

Satt und unheilig wird es alsbald mit „Arrival of the Undivine“. Hart, schwer und mit hämmernden Riffs geht es auch durch die nächsten acht Songs, von „Reaping the Diseased“ zum mit sehr cooler Basslinie versehenen „Where Darkness Reigns“, bei dem die Growls von Dreier teilweise an Hardcore der späten 80er Jahre erinnern. Sehr angenehm: Die rollenden Drums, die den Song stetig vorantreiben. „Glorification of the Lightbearer“ hingegen glänzt durch wunderbare schwere Gitarren inklusive fettem Solo und interessanten Tempowechseln. „Downwards into Unlight“ zieht sich dafür herrlich wie ein fieser, schwerer Death Metal-Kaugummi, den man niemals ausspucken mag – was auch nicht von Vorteil wäre. So schnell wird man guten Sound ja eh nicht mehr los. „Scourging Blasphemies“ ist vor allem stilvoller Old School, mit bretternden Drums, wie es sich gehört, und beschleunigt kurz vor Schluss noch mal das Tempo. „Calling the Grand Destroyers“ und der Titelsong „Necromantaeon“ zeigen dafür noch mal klassische Beispiele dafür, wie solider Death Metal zu klingen hat. Ein leider zu schnelles Ende findet das Ganze dann mit „The Collapse Of Tides“, das zwar etwas langsamer, dafür aber auch kerniger klingt als der Rest.

Im Grunde liefern PURGATORY mit „Necromantaeon“ genau das, was man von ihnen erwartet: Grundsoliden, derbst morbiden Death Metal, viel Erfahrung, instrumentales Können und gute Songstrukturen. Mit anderen Worten nichts, mit dem man falsch liegen kann. Nur wer darauf gehofft hat, schon zu Weihnachten einen neuen Tanz im Fegefeuer hinlegen zu können, wird enttäuscht. Das Album erscheint nämlich erst nach der Jahreswende…
Nephilia

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Purgatory 'Necromantaeon' Tracklist
1. Arrival Of The Undivine
2. Reaping The Diseased
3. Where Darkness Reigns
4. Glorification Of The Lightbeater
5. Downwards Into Unlight
6. Scourging Blasphemies
7. Calling The Grand Destroyers
8. Necromantaeon
9. The Collapse Of Tides
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