Terrorverlag > Blog > QUO VADIS > Defiant Imagination

Band Filter

QUO VADIS - Defiant Imagination

VN:F [1.9.22_1171]
Quo-Vadis-Defiant-Imagination.jpg
Artist QUO VADIS
Title Defiant Imagination
Homepage QUO VADIS
Label EIGENPRODUKTION/ TWILIGHT VERTRIEB
Veröffentlichung 27.06.2005
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Seit über 10 Jahren treiben die kanadischen Ausnahmekönner QUO VADIS nun schon ihr Unwesen in der Szene und trotz dreier absoluter Referenzalben auf dem Sektor des technischen Death Metals, sind sie bisher nicht über den Status eines Insidertipps hinausgekommen. Das liegt zum einen mit Sicherheit daran, dass die bisherigen Scheiben in Europa nur auf Kleinstlabels erschienen sind, und man es zudem erst dieses Jahr schaffte, einen Liveabstecher in hiesige Lande zu machen. Hinter sonstigen Koryphäen wie DEATH/ CYNIC braucht man sich keinesfalls zu verstecken, und dass deren Bassgott Steve DiGiorgio auf dieser Scheibe mitholzt, kommt ja auch nicht von ungefähr. Schließlich wohnt der Mann nicht gerade in der Nähe der Band und die hat auch kein finanzkräftiges Label im Rücken.

Anders als auf dem satte 5 Jahre zurückliegenden Vorgänger „Day into Night“, zeigen sich QUO VADIS dieses mal nicht ganz so technisch (auch wenn in einem Song immer noch mehr Ideen stecken, als in einer ganzen SIX FEET UNDER-Scheibe!), sondern eher von ihrer straighteren Seite. Das passt auch besser zu dem formidablen Grunzorgan von Neu-Sänger Stephane Pare, auch wenn etwas mehr Abwechslung manchmal nicht schaden könnte. Leider gibt es auf „Defiant Imagination“ auch keinen Überhit a la „Hunter/ Killer“ (von „Day into Night“). Dafür legt der Opener „Silence Calls the Storm“ mal gleich mit Monsterdoublebass los und Stephane lässt einen mächtigen Röhr los (was schwer an die kultigen SEANCE erinnert!), bevor Steves geiler CYNIC-like Bass einsetzt. Ansonsten melodischer Highspeed-Death Metal mit geilen Leads und einem schönen Prog/ Jazz-Break mit atmosphärischem Solo. Was die Herren sich beim folgenden „In Contempt“ zusammenknüppeln, dürfte sämtlichen Musikern nur noch die Schuhe ausziehen. Ein gewisser Mr. Schuldiner hätte seine helle Freude an diesem Lichtgeschwindigkeitsgeholze auf allerhöchstem Niveau! Aufgelockert wird das Ganze dann immer von geilsten Soloparts von Gitarrist und Bandkopf Bart Frydrychowicz, der auch jeder Progband voll zur Ehre gereichen würde. Und was Schlagzeuger Yanic Bercier da ein ums andere Mal auf seinem Kit fabriziert, ist eh nicht von diesem Planeten – wer auf den Thron der versiertesten Schlagzeuger will, der muss an diesem Mann vorbei! Und wer immer noch der Meinung ist, das Mr. Mazurkiewicz (C. CORPSE) der König ist, der merkt eh nichts mehr. Track No.4 „Tunnel Effect“ bügelt einen 5 Minuten lang in Höchstgeschwindigkeit nieder und zeigt, dass QUO VADIS auch ohne Umschweife schrubben können, während das folgende „To the Bitter End“ in genau die entgegengesetzte Richtung geht und mehr Feinheiten und technische Kabinettsstückchen enthält, als bei den meisten Bands die ganze Scheibe zusammen. Trotzdem wird straight Doublebass geknüppelt, bis die Socken qualmen.

Nach einem akustischen Klassik-Intermezzo namens „In Articulo Mortis“ gibt’s mit „Fate’s Descent“ noch mal was auf die Glocke, ehe mit „Dead Man’s Diary“ auch mal etwas andere Töne angeschlagen werden. In dem Song arbeitet man mal mit etwas langsameren Rhytmen, Akutikparts und wechselnden Stimmlagen. Ohne Doublebass-Getrete geht es natürlich auch hier nicht! „Ego Intuo et Servo Te“ lässt dann leider viel zu kurz diese geniale Scheibe ausklingen (auf Konzerten wird dieses Stück passenderweise als Intro verwendet). Bei diesem Track zeigt sich, das der Gast-Sopran von Roxanne Constantin auch gerne öfter zum Einsatz hätte kommen können! Bleibt zu hoffen, dass die Jungs nicht wieder geschlagene 5 Jahre für neuen Stoff brauchen und endlich mal die tauben Label-A&Rs aufwachen.

Mit etwas Glück findet ihr dieses Kleinod in kleineren Mailordern, ansonsten direkt bei der Band ordern!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Quo Vadis 'Defiant Imagination' Tracklist
1. Silence calls the storm Button MP3 bestellen
2. In contempt Button MP3 bestellen
3. Break the cycle Button MP3 bestellen
4. Tunnel effect (Element of the ensemble 4) Button MP3 bestellen
5. To the bitter end Button MP3 bestellen
6. In articulo mortis Button MP3 bestellen
7. Fate's descent Button MP3 bestellen
8. Dead man's diary Button MP3 bestellen
9. Ego intuo et servo te Button MP3 bestellen
Quo Vadis 'Defiant Imagination' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 7,49 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 8,99 Online bestellen
QUO VADIS - Weitere Rezensionen

Mehr zu QUO VADIS