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REAPER - Angst EP

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Reaper-Angst.jpg
Artist REAPER
Title Angst EP
Homepage REAPER
Label INFACTED RECORDINGS
Veröffentlichung 02.01.2007
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Der „Reaper“ ist eine Mischung aus Totenkopf und Wolf, zumindest auf dem Cover dieser EP. Musikalisch steckt ein alter Bekannter hinter diesem Projekt, den man bislang eher mit sanfteren Klängen assoziiert hat: Vasi Valis der verblichenen NAMNAMBULU. Der Abgang der Schweizer war ja nun wirklich nicht gerade rühmlich, hatte sich Sänger Henrik doch mal eben ganz ohne vorherige Absprache auf der Homepage abgemeldet – Ein paar Tage vor dem groß angekündigten Auftritt auf dem Amphi Festival 2005! Vasi schaut etwas verdattert aus der Wäsche, spricht mit seinem Ex-Kollegen kein Wort mehr und lenkt alle Kreativität auf seine weiteren Projekte. Keinesfalls ist er gewillt, den mühsam erarbeiteten Status in der Electroszene mal so eben Preis zu geben. Und schon erscheint ein erstes Nach-NNB-Lebenszeichen, eine EP mit immerhin 40 Minuten Spielzeit, auch erhältlich als auf 111 Stück limitierte Metall Box.

Ob nun Anhänger der lieblichen Schweizer Schmachtfetzen auf den neuen Sound stehen, sei doch mal eher bezweifelt, denn der Neu-Mainzer hat hier einige Briketts auf den synthetischen Härte-Ofen nachgelegt. Flotte, eingängige und vor allem tanzbare Musik ohne „richtigen“ Gesang steht auf der Speisekarte, mit einigen Dark Electro Anklängen. Dafür sorgen schon die eingestreuten Samples, die allesamt aus Horrorfilmen wie „Tanz der Teufel“, „Constantine“ oder „Dawn of the Dead“ stammen. Auch hinter den deutschen Ein-Wort-Titeln scheint ein bestimmtes Konzept zu stecken, das für mich genau wie auch der Sound an sich gewisse Anklänge an Acts wie TUMOR oder COMBICHRIST besitzt. Pohl und LaPlegua scheuen ebenfalls nicht davor zurück, Trance Elemente zu integrieren, wenn es angebracht ist. Da hat sicher auch die gemeinsame Tour von Valis mit VNV NATION (er war der Tour-Keyboarder) und SOMAN abgefärbt, letztgenannter steuert sogar einen Remix bei. Der andere stammt von den Labelmates HEIMATAERDE. Insgesamt werden die Tracks mit zunehmender Laufzeit etwas basslastiger bzw. Rhythmus-orientierter, was natürlich auch an den hinten platzierten Bearbeitungen liegt. „Alte Fans“ werden sicher mit den beiden Openern „Jagd“ und „Angst“ am ehesten einen Einstieg finden. Mein persönliches Highlight ist der „Daemon“ mit seinen stimmungsvollen Choral-Parts.

Dass der REAPER mit seinem Sound richtig liegt, zeigt schon der sofortige DAC-Einstieg, in den Clubs könnte so gut wie jede Komposition zwischen den bereits Arrivierten laufen, ohne negativ aufzufallen. Allerdings fehlt noch ein wenig die eigene Handschrift: Es werden lediglich hinlänglich bekannte Elemente geschickt neu zusammenmontiert, und der Einsatz düsterer Samples ist auch nicht gerade bahnbrechend. Gutes Futter für Fans oben genannter Acts und eine gelungene Neupositionierung auf dem Markt, aber ich denke, da ist noch Potenzial nach oben!

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Reaper 'Angst EP' Tracklist
1. Jagd Button MP3 bestellen
2. Angst Button MP3 bestellen
3. Daemon Button MP3 bestellen
4. Totengraeber - Club Edit Button MP3 bestellen
5. Angst - Somar Remix
6. Totengraeber Button MP3 bestellen
7. Daemon - Gudfried Remix By Heimata
8. Weltfremd Button MP3 bestellen
9. Verloren Button MP3 bestellen
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