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REBENTISCH - Impressionen

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Artist REBENTISCH
Title Impressionen
Homepage REBENTISCH
Label GRUFTIE-TON
Leserbewertung
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7.6/10 (7 Bewertungen)

Es ist gerade einmal ein Jahr her, da meldet sich Sven Rebentisch bereits mit seinem zweiten Longplayer zurück. Nachdem das gepresste Debut „Weltschmerz“ über Icare-Media-Distribution (ex-SX) vertrieben worden war, hat man sich beim Berliner Label GRUFTIE-TON für die neue Scheibe wieder dem Eigenvertrieb und einem Release auf CDR zugewandt. REBENTISCH hat dieses Jahr eine ganze Menge Auftritte absolviert. Dabei bestand das Set aus alten, aktuellen und auch ganz neuen Songs. Viele der älteren Titel (sofern nicht auf “Weltschmerz“ enthalten) waren jedoch bisher nicht mehr auf CD verfügbar. Darum wurde für dieses Album eine Auswahl gesuchter Songs neu bearbeitet bzw. gemastert und um neue Kompositionen ergänzt.

Der Opener „Danach“ freut mich ganz besonders – handelt es sich hierbei doch um ein superflottes Stück, das schon zuvor einer meiner Lieblingssongs von REBENTISCH war. „Ein Hauch von Traurigkeit“ ist ein experimentell startender, dann träumerisch werdender neuer Track. Weiterhin experimentell, jedoch düsterer gestaltet sich „Hirntot“, das 2005 bereits als limitierte Single (zusammen mit „An Deiner Seite“) veröffentlicht wurde. „Schmerz“ (hier in der E-Version) möchte ich als kleinen Hit von REBENTISCH bezeichnen. Wunderschöne Melodien und peppige Beats treffen auf sehr depressive Texte und klagenden Gesang – in dieser Mischung einfach genial! Auch „Letzter Blick“ hat diese Ohrwurm-Charakteristik. „An Deiner Seite“ zeigt erneut sehr eindrucksvoll die Vielseitigkeit der Musik REBENTISCHs. Eben noch fast poppig – nun schon wieder sehr experimentell, ja fast schon avantgardistisch. „Reißende Gedanken“ entführen in eine Welt voller Melancholie und Fragen nach Hoffnung, die von treibenden Marschtrommeln begleitet werden. „Ich spür’ den Tod (in der Szene)“ untermalt die Mehrschichtigkeit in den Texten. In einer Art Monolog werden hier klare Statements transportiert, die dennoch sehr viel Freiraum für die eigene Interpretation des Hörers lassen. Funkig geht es weiter mit „Eben Liebe“, das ebenfalls schon einmal veröffentlicht wurde. Besonders gelungen finde ich die seltsam verfremdete Stimme. Beendet wird das Album mit einer Maxi-Version von „Danach“, die ich hier neben „Reißende Gedanken“ und „Letzter Blick“ auch als Anspieltipp nennen möchte (Clubhit-Potential!).

„Impressionen“ ist die logische Fortführung von „Weltschmerz“. Mal ironisch, mal ernst, dann wieder melancholisch oder auch verträumt – REBENTISCH versteht es, Musik und Texte perfekt aufeinander abzustimmen und so Gefühle und Erfahrungen sehr authentisch zu transportieren. Nach dieser (fast Compilation-) CD freue ich mich natürlich besonders auf die kommenden Produktionen dieses sympathischen Berliner Musikers. Bezogen werden kann die CD u.a. auf der Homepage des Projektes.

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