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REBENTISCH - Leiden schafft

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Rebentisch-Leiden-schafft.jpg
Artist REBENTISCH
Title Leiden schafft
Homepage REBENTISCH
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

REBENTISCH, REBENTISCH…? Wie spricht man das jetzt eigentlich korrekt aus? Hinter REBENTISCH – mir bislang unbekannt – steht Sven Rebentisch, der vorliegendes Werk schon einmal (leicht modifiziert) unter dem Namen DAMION IN THE CASKET herausbrachte. Lässt der Titel eine romantisch angehauchte Scheibe mit ein paar kuscheligen Liedern vermuten, so überzeugt einen der erste Track “Danach” eher vom Gegenteil. Die Melodie treibt einen dazu, sich zu bewegen, der Gesang untermalt mehr die Melodie als umgekehrt – ohne darin unterzugehen.

Trotzdem wird die CD insgesamt dem Titel mehr als gerecht. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Zwar geht es weniger um die Eifersucht an sich, aber umso mehr um Gefühle. Nicht nur durch musikalische Klänge sondern vor allem durch Texte, die zwischen Melancholie und Hoffnung alle Nuancen zeichnen, welche Sven selber zu erleben scheint – die vielleicht aber auch jeder Hörer in sich wiederfinden kann. Der nächste Song “Single” ist dann schon von ganz anderer Art. Ruhige Musik mit fast gesprochenem Text. Ein Stilbruch? Nein, denn die ganze CD wirkt durch die Verbindung von musikalischen Elementen und Aussagen der Texte harmonisch und geschlossen. Da Sven außer von Lied 3 (die deutschsprachige Version von ANNE CLARKs “Killing Time”) alle Texte selber verfasst hat, kann man sowohl literarisch als auch musikalisch nur den imaginären Hut vor ihm ziehen. Interessanterweise ist gerade dieser Track – den man ja quasi als “Cover-Version” bezeichnen kann – mir als ANNE CLARK-Hörer nicht zuwider, wie es oft bei Liedern ist, die von einem anderen Künstler aufgearbeitet wurden. Svens Stimme macht sich besonders in diesem Track einfach hervorragend – ich möchte ja nicht sagen besser als das Original, aber doch sehr nah heranreichend.

„Leiden schafft“ – Sven Rebentisch schafft mit diesem Kunstwerk alles andere als Leiden, sondern vielmehr eine CD, die sich im einen oder anderen Player immer und immer wieder drehen wird – in meinem zum Beispiel…

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