Terrorverlag > Blog > REMOT > Branches get rid of their roots

Band Filter

REMOT - Branches get rid of their roots

VN:F [1.9.22_1171]
Remot-Branches.jpg
Artist REMOT
Title Branches get rid of their roots
Homepage REMOT
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Es besteht ja gar kein Zweifel daran, dass der Crossover Gedanke zu interessanten Ergebnissen führen kann: Das Vermischen zweier Stile kann sowohl unterhaltsam als auch aufregend sein. Wo es hingegen noch nicht funktioniert hat, ist die gute alte Klassik. Das ist warum dieses Album so wichtig ist.

Dabei wandert es in den Fußstapfen eines weiteren , ebenso großartigen Kunstwerks, Nick Grey’s “Regal Daylight”. Während sich Grey um eine zeitgenössische Variante des „Lieds“ kümmerte, reinterpretieren REMOT, wenn man so möchte, die „Fantasie“: Eine frei fließende Form voller Möglichkeiten, Traumtänze und den Gesetzen des Zufalls. Die gequälte Sanftmut Chopins trifft auf knackende und klickende Sounds, unterweltlich tiefe Bässe und stolpernde rhythmische Strukturen. Was sich wie ein künstlicher Ansatz anhört, ist in Wahrheit vollkommen organisch und voller Naturanspielungen: Winde aus weißem Rauschen, knisternde Feuer und Wellen aus Echo sind alle Teil dieser wundersamen und wunderbaren Welt. Atonale Klavierlinien verbinden sich zu süßer Harmonie, brechen wieder auseinander und nehmen Kurs auf ein seltsames, doch seltsam berührendes Finale; die Strukturen tasten sich ihren Weg durch das Labyrinth. Es gibt eine Linearität in diesen Stücken, die sich jedoch nie in völliger Repetitivität erschöpft und mit der minimalsten Besetzung auskommt: „What it was“ besteht gar aus nichts mehr als einer kleinen Anspielung auf Massive Attacks „Future Proof“.

“Branches get rid of their root” wird all jene enttäuschen, die ihre Musik gerne anhand einer einfachen emotionalen Skala einordnen: Traurig, freudig, bedrückt, glücklich, aggressiv, entspannt. All diese Zustände sind Teil von diesem Album, jedoch in einer verwandelten Form. Um es einfach auszudrücken: Dies ist die Richtung, in welche sich die Musik der Zukunft bewegen könnte.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu REMOT