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REVENGE - Victory. Intolerance. Mastery

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Revenge-Victory.jpg
Artist REVENGE
Title Victory. Intolerance. Mastery
Homepage REVENGE
Label OSMOSE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 23.05.2014
Leserbewertung
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Man fühlt sich irgendwie sicher bei dem Gedanken, dass J. Reid in Kanada wohnt. Und nicht etwa einen Block weiter. AXIS OF ADVANCE, das derzeit wohl wichtigste Spielzeug des umtriebigen Schlagzeugers, malträtierte die Ohren bereits bis zum Hörsturz, sandte Wellen aus kaum definierbarem Noise und zum Teil sicherlich wenig korrekten Botschaften aus. Doch waren „Obey“ und „The List“ nur ein mildes Vorgeplänkel im Vergleich zu dem, was einen bei dem hier vorliegenden Machwerk erwartet.

Ob sich das nun mit dem Begriff Death oder Black am Besten umschreiben lässt, spielt eigentlich gar keine Rolle. Aus den Untiefen des Bahnhofsklos empor geschwemmter Klärschlamm, tumb monologisierende Gitarren, protoplasmatisch verseuchtes Atom-Drumming und Vocals aufgenommen durch den Duschvorhang, mit dem Duschkopf als Mikro – das sind die Basisingredienzen für einen amtlichen REVENGE-Stampfer. Ein ununterbrochener Strom aus Gift und Galle bricht undurchdringlich und ungetrübt, dickflüssig und mit Klumpen aus den Eiterbeulen dieses Albums hervor. Ähnlich wie bei AXIS OF ADVANCE fällt es dabei gelegentlich schwer, überhaupt eine Struktur auszumachen; nur die geifernden und kreischenden Wortbeiträge thronen überlaut über dem Geschehen. Wirklich gut ist das eher selten: „Atrocity March“ ist Metal minus Mind, ohne jeden Hook und Plan und im Grunde genommen pure Zeitverschwendung, „Traitor Crucifixion“ ein Fall fürs CIA – ehe deren Spektralanalyse die musikalischen Spuren nicht aus ihrem gordischen Knoten befreit hat, muss jede Bewertung entfallen. Dafür entfalten die schleppenderen Passagen (in denen Read wahrscheinlich mir nur einer Hand trommelt) bedeutend mehr Macht und knallen mit gesteigerter Wucht aus den Boxen. „Iron Intolerance“ geht sogar rhythmisch vertrackter zur Sache und für den Schluss haben sich REVENGE ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht: Bei „Doom Order“ kann man für zwei Sekunden sogar ein richtiges Riff vernehmen!

Natürlich jagt schon bald wieder die Suppe aus Verzerrung und Krach darüber hinweg und spült die Schose in den Untiefen der nächstgelegenen Kloake. Trotzdem eignet sich „Victory. Intolerance. Mastery“ weniger zum Abreagieren der alltäglichen Wut, sondern vielmehr zum Abhängen bei akuter Niedergeschlagenheit. Ein prima Soundtrack für die Pflege mittlerer bis kompletter Schizophrenien.

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Revenge 'Victory. Intolerance. Mastery' Tracklist
1. Destiny Mastery
2. Traitor Crucifixion
3. Blood Annihilation
4. Atrocity March
5. Hate Path
6. Victory Revenge Button MP3 bestellen
7. Iron Intolerance
8. Doom Order
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