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ROSEWATER - Bloodcount

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Artist ROSEWATER
Title Bloodcount
Homepage ROSEWATER
Label STURMMANDAT
Veröffentlichung 18.08.2005
Leserbewertung
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7.6/10 (12 Bewertungen)

Mit großer Freude empfing ich das Päckchen aus dem Baltikum, welches mir nichts anderes als die dritte Veröffentlichung der lettischen Power Elektroniker ROSEWATER ins Haus bringen konnte. Seit meiner Entdeckung des direkten Vorgängers „Motor Medicine“ bin ich angefixt vom harschen, aber auch tanzbaren Sound des Trios bestehend aus den Herren Kalnins 1, Sekundo und Kalnins 2 (auf die Sonderzeichen habe ich vereinfachenderweise jetzt mal verzichtet). Und ich wurde nicht enttäuscht: Genauso wie das Cover nun farbig ausgefallen ist, finden sich auch im Sound einige neue Facetten, die das Werk noch eingängiger gestalten, ohne dass es je verweichlicht klingen würde.

So ist der Opener der über 60 minütigen Reise ein Clubhit par excellence geworden. Treibende Beats, düstere Atmosphäre, mein Lieblingsgeräusch (dieses [schwer beschreibbare] helle Pfeifen) zeichnen u.a. „N.M.E.“ aus, welches sich im Songverlauf immer weiter zu einem wahren Rhythmus Monster steigert. Da kann man die hübschen Electro Hexen geradezu vor dem geistigen Auge mit dem Stroboskop-Licht verschmelzen sehen. „Unbroken“ wirkt ein wenig gebremster, mit mehr Noise Effekten und ein paar Flächen im Hintergrund. Überraschung dann bei „Dzelzsbetons“, was auch immer das heißen mag: Hier gibt es sogar Gesang bzw. eher verzerrtes Geschrei zu vernehmen, die Letten „schrecken“ also auch davor nicht zurück, während ich bei manch internationalem Konkurrenten eher diese „Unbedingt auf Nr. Sicher gehen“-Strategie verspüre. Das latente FEINDFLUG-Gefühl, das auch schon den Vorgänger auszeichnete, ist natürlich weiterhin existent, besonders gut beim Knaller „Unsoundness“ zu erkennen, wo Struktur und Percussion stark an die „Hirnschlacht“-Phase erinnern. Gegen Ende darf dann sogar ein Piano für ein paar ruhige Farbtupfer im Bloodflow sorgen.

Neben den Audiofiles sorgt noch ein Video zum Track „Katatonika“ für „Genuss“. Dabei handelt es sich offensichtlich um sehr beklemmende Schwarz Weiß Aufnahmen aus einer Anstalt für Menschen mit körperlichen/ geistigen Störungen, die teilweise Masken tragen (?!). In Verbindung mit der eh schon aufwühlenden Musik ein kleines kafkaeskes Meisterwerk. Wer also seinen Musikgeschmack zwischen FEINDFLUG und Hands-Bands positioniert, darf keine Sekunde zögern und muss diese wirklich überragende Scheibe für nur 12 Euro auf der Labelseite oder einschlägigen Versendern ordern!

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Tim Berne 'Bloodcount' Tracklist
1. Jazz off - Berne,Tim
2. Eye contact - Berne,Tim
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