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ROSSOMETILE - Ultimaria

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Artist ROSSOMETILE
Title Ultimaria
Homepage ROSSOMETILE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Mit Metal oder Horror hat dieses Mini-Album wenig bis gar nichts zu tun und dennoch kommen einem immer wieder die Worte des Sam Raimi Klassikers “Tanz der Teufel” („Evil Dead“ für alle Anglophilen unter Euch) in den Sinn: „Wir kriegen Dich!“.

Danach sieht es zunächst allerdings ganz und gar nicht aus. Mit zupackendem, aber wenig bemerkenswertem Rock geht es los, der schon mal heftig brummende Gitarren und wirbelnde Keyboards einbaut. Erstere aber eher versteckt in kurzen Zwischenparts und letztere in der Funktion eines exotischen Fremdkörpers, der eher verstörend denn verführend wirkt. Auch ist die erste Begegnung mit Sängerin Tuzzi nicht uneingeschränkt positiv: Sie verfügt zwar über eine strahlende Helle in den sich überschlagenden hohen Registern und eine feine Heiserkeit an den rauen Stellen, dafür aber hörbare Probleme mit lang ausgehaltenen Tönen. Erst bei der düsteren, alles verneinenden Halbballade „Sole che cammini“ wendet sich das Blatt: Einschmeichelnde Vocals werden auf schmerzhafte Akkorde gebettet, die Band rennt leise durch die Nacht. Dort bleibt sie auch und das tut „Ultimaria“ gut: Atmosphärisch dicht präsentiert sich das Album als idealer Begleiter für sehnsüchtige Autofahrten oder einsame Abende. Die völlig unterschiedlichen Geschmäcker der einzelnen Mitglieder verbinden sich dabei in stets neuen Kombinationen: Hymnischer Rock, Italo-Pop, alternative, sogar progressive Töne – Kontraste aus Hell und Dunkel, leicht und schwer, intim und ausladend bestimmen den Verlauf der Scheibe, die von intensivem stimmlichen Vortrag immer wieder in ausschweifende Instrumentalparts fließt.

Man zweifelt sehr oft, ob das nun gelungen ist, oder nicht. Doch am Ende, nachdem der Sinnestaumel von „Quando partii“ verebbt ist, klopft das Herz ein wenig lauter und spürt man den beschleunigten Puls. All der seltsamen Gegensätze und gelegentlichen Unstimmigkeiten zum Trotz: Da kriegen sie einen tatsächlich.

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