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RUNNING WILD - Rogues en Vogue

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Artist RUNNING WILD
Title Rogues en Vogue
Homepage RUNNING WILD
Label GUN/ BMG
Veröffentlichung 04.03.2005
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nun, nach 3 Jahren Wartezeit also endlich das 12. Studioalbum von einem der Urgesteine der deutschen Metallerzunft, RUNNING WILD! Na ja, eigentlich ist “Rogues en Vogue“ eine Rock ´n´ Rolf-Scheibe, da er alles allein komponiert hat und bis auf die Drumtrax (ja, diesmal echte!) alles auch selber eingespielt hat! Starke Leistung, aber vielleicht wären Einflüsse anderer Klasseleute auch mal nicht schlecht (siehe RAGE!)

Als Erstes fällt das geile Coverartwork auf, welches sich doch Meilen von den langweiligen Teilen der letzten Scheiben abhebt! Natürlich wieder „Bones ´n´ Skeletons“, aber diesmal sehr stilsicher ausgeführt. Passend zum Titel sozusagen. Aber die Musi zählt ja und da werden Fans vielleicht erstmal etwas enttäuscht sein. Denn wo RW draufsteht, hat die Doublebass zusammen mit Rolfs speedigem Geriffe zu regieren. Tut es aber auf der neuen Scheiblette nur bedingt. Meist herrscht grooviges Midtempo oder ein etwas flotterer Takt vor, von glorreichen Schallgeschwindigkeitstaten der Vergangenheit („Death or Glory“, „Pile of Skulls“ etc.) ist nicht viel übrig – leider. Was ja nicht heißt, dass die Scheibe schlecht ist! Im Gegenteil! Früher überwog halt das schnellere Zeug, jetzt regiert mehr die Groove-Keule. Gleich der Eröffnungstrack „Draw the Line“ gibt die Marschrichtung vor: Mit einem schönen Akustikintro beginnender, grooviger, für RW langsamer Stampfer mit einem geilen Chorus. Cool, aber nicht der Kracher, den jeder (gerade die zahllosen Anhänger) erwarten würde. Das bietet dann der 2. Track „Angel of Mercy“ (neben dem Titeltrack die absolute Granate auf der Scheibe!): Der unverwechselbare RW-Sound! Vergleichbar etwa mit „Bad to the Bone“, „Lead or Gold“ etc., also flott & melodisch mit geilem Mitgröl-Chorus! Klasse, wäre der optimale Opener gewesen! Der Track zeigt, dass Onkel Rolf doch noch schwer was auf der Pfanne hat und weiss, wies geht.

Nur mischt er auch seit Jahren schwächere Songs auf die Scheiben, anstatt nur Kracher abzuliefern (man höre Göttergaben wie halt „Death or Glory“, „Pile of Skulls“, „´Blazon Stone“…, von den 3 Erstlingen mal ganz zu schweigen!) Track 3, „Skeleton Dance“ ist dann typischer Teutonenbangerstoff, simpler Rhythmus und zum Mitbrüllen. Aber geil! „Skull & Bones“ kommt dann getragener daher, mit einem mächtigen Chorus ausgestattet. Mit 6:23, der zweitlängste Song, geht er nach 4 min. etwas speediger ab. Könnte Live ein Klassiker werden! Nr. 5 beginnt mit einem coolen melodischen Leadriff, welches in ein Midtempo-Stampfriff übergeht. Der geile Chorus (again) reißt den Song noch etwas raus, ansonsten gut aber unspektakulär. „Black Gold“ danach ist wieder fetter, schön zum mitgrooven und -singen. Die 2.Hälfte wird richtig geil eingeläutet mit „Soul Vampires“, einem fetten Groover mit göttlichem Mitgrölchorus – Stark! Und zudem regiert endlich die Doublebass zum Ende hin, was einen einstimmt auf den mit einem schönen Solo-Riff startenden Titeltrack „Rogues en Vogue“! DER Hit und genau das, was alle von RW hören wollen! Geilgeilgeil! Könnte auf „Death or Glory“ stehen der Track! Speediges Riff, Doublebass, MÄCHTIGER Chorus – besser kann man das nicht machen in dem Bereich! No. 9 ist zwar eigentlich auch Midtempo, aber die Doublebass poltert permanent im Hintergrund rum! „Winged & Feathered“… ja ja, man könnte auch „Chains & Leather“ brüllen! Besser bei sich selbst klauen, als woanders… haha! Der vorletzte und mit 3:34 kürzeste Song stampft auch geil durch die Botanik. Kurz und knackig! Was sich Herr Kasparek allerdings bei dem Schlussepos (10:38) „The War“ gedacht hat, muss er (mir) mal erklären! Die Thematik des 1.Weltkrieges in einem solch simplen „Kinderliedtralala“ (HELLOWEEN zu Keeper-Zeiten) mit einem derartig pathetischen Riffgedudel und Marschmusikrhythmik zu verbraten, halt ich mal für etwas gewagt! ICED EARTH ick hör Dir trapsen! Wobei nach 8 min ein richtig geiler Part beginnt, warum man darum nicht den ganzen Song aufgebaut hat??? Wäre dann ein Kracher zum Abschluss geworden, so ist das Ganze relativ überflüssig!

Fazit: Wo RW draufsteht, ist immer noch RW drin! Und das ist gut so. War aber auf Länge gesehen auch schon mal wesentlich aufregender. Gehört trotzdem unbedingt in jede Metalsammlung! Wenngleich der komisch hallige Gesang von Rolf bestimmt nicht jedem liegen wird. See ya on tour!

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Running Wild 'Rogues en Vogue' Tracklist
1. Draw The Line Button MP3 bestellen
2. Angel Of Mercy Button MP3 bestellen
3. Skeleton Dance Button MP3 bestellen
4. Skull & Bones Button MP3 bestellen
5. Born Bad, Dying Worse Button MP3 bestellen
6. Black Gold Button MP3 bestellen
7. Soul Vampires Button MP3 bestellen
8. Rogues En Vogue Button MP3 bestellen
9. Winged & Feathered Button MP3 bestellen
10. Dead Mans' Road Button MP3 bestellen
11. The War Button MP3 bestellen
12. Cannonball Tongue Button MP3 bestellen
13. Libertalia Button MP3 bestellen
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