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RYA - Starship

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Rya-Starship.jpg
Artist RYA
Title Starship
Homepage RYA
Label FAME RECORDINGS
Veröffentlichung 28.02.2005
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Klar, kalt und silbern schimmernd kreist der Sternenkreuzer von RYA im Synthetik-Orbit. Die „kleine BJÖRK“, deren Herkunft so unklar ist wie die korrekte Aussprache ihres Namens, ist mit einer neuen Mission unterwegs: 12 vertonte Geschichten, Momente, Gefühle – Mikrokosmen aus ihrem ganz persönlichen Universum – transportiert sie in ihrem Raumschiff direkt in die Nervenbahnen des Hörers. Unendliche, fremde Klangwelten eröffnen sich, breiten sich im Körperinneren aus, bis sie ihn ganz durchströmen.

Beschwörend lasziv erklingt RYAs dunkle Stimme auf dem langsamen „Traveller“, welches völlig ohne Rhythmus dahinfließt. Der setzt erst beim nächsten Stück ein, welches mit leichten Breakbeatanleihen und kräftigem Gesang deutlich direktere Töne anschlägt. „Bricks of Me“ klingt wie ein schräger Christmas-Carol voll zuckersüßer Bitternis, Flöten und Klarinetten und das experimentelle „Starship“ beweist dann wieder einmal, warum Raumpilotin RYA so gern mit dem isländischen Popstar verglichen wird. Verquere Harmonien und Gesang, der sich Dur und Moll zu entziehen scheint, lassen den Titeltrack surreal und unwirklich erscheinen. Eingängig und poppig geht es zum Ende des Silberlings zu Werke: „Unbeliever“ ist ein Futurepopsong erster Güte, „Mongolian Love“ spielt mit dem Motiv Dschingis Khan in der ungewöhnlichen Perspektive eines Mädchens und „Sandyman“ versprüht puren 80er-Charme mit Synthierhythmen à la HUMAN LEAGUE. Ob man will oder nicht, die Weltall-Message kommt an, unwillkürlich ertappt man sich beim mitwippen und –singen.

Mystisch-verklärt deutet „Prognostics“ uns die Zukunft; in fast akzentfreier deutscher Sprache, wie man überrascht feststellt. Marimbaklänge und Percussions bieten exotisches Ambiente für die prophetischen Worte. Fast unmerklich wechselt dies dann über zu den dichten Klangflächen von „Voices“, die im Raum schweben und die „Fast-schon-Gutenachtgeschichte“ untermalen. Leise und zärtlich geht „Starship“ zu Ende, kein Verglühen im luftleeren Raum, vielmehr ein lautloses Davongleiten in die Heimatsphären einer kleinen dunkelhaarigen Koboldin namens RYA.

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Rya 'Starship' Tracklist
1. Traveller
2. Love Protection
3. I Can See The Sun
4. Brischs Of Me
5. Starship
6. At The End Of all Questions
7. Unbeliever
8. To Bring You Back
9. Mongolian Love
10. Sandyman
11. Prognostic
12. Voices
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