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SACRED OATH - s/t

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Artist SACRED OATH
Title s/t
Homepage SACRED OATH
Label SAOL/ H'ART
Leserbewertung
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Wenn man von kultigem US-Power Metal reinster Prägung spricht, fällt unweigerlich auch der Name SACRED OATH. Deren 87er-Debut “A Crystal Vision” gilt nach wie vor zu Recht als ein absolutes Highlight der US-Metal-Bewegung der 80er, sollte aber trotzdem 20 (!) Jahre lang keinen Nachfolger sehen! Die Band formierte sich erst mit dem 2007er-Comeback “Darkness Visible” neu, zockte auf dem Keep it True-Festival (wovon es auch einen Mitschnitt unter dem Titel “…Till Death Do Us Part” gibt) und legt nun schon das dritte, selbstbetitelte Werk vor! Na die wollen’s ja wohl noch mal richtig wissen jetzt! Hauptkomponist, Bandkopf und Produzent Rob Thorne hat erneut 14 Perlen des klassischen US-Metals zusammengeschustert, alerdings durften seine Bandkollegen diesmal auch beim Songwriting mitbasteln. Das Booklet (+ Digi) ist zwar schick gemacht, ob man allerdings gleich 5 (!) Bandfotos plus jeweilige Portraitfotos der „alten Säcke“ braucht, wage ich mal zu bezweifeln – Platzverschwendung (wenn auch gut fotografiert!).

Aber die Mucke zählt ja und da gibt es 73 (!) Minuten lang fulminant einen auf die Locken. Gleich das treibende “Paradise Lost” zu Beginn schmeisst die Zeitmaschine an und beamt den ollen Rezensenten glatte 25 Jahre zurück in die Blütezeit des US-Metal, wo Kultkapellen Meilensteine am Fließband rausbrachten! VICIOUS RUMORS/ HELSTAR/ OMEN/ LIZZY BORDEN/ HELLION/ LIEGE LORD/ METAL CHURCH und wie sie alle hiessen… auch SACRED OATH zählten dazu. “Blood Storm”, “Buried Alive” (KILLER!!!) oder das enorm rollende “Voodoo Dolls” bringen das Leuchten des wahren Metallers zurück in Augen, Hirn und Herz! Schon nach wenigen Sekunden hat diese Scheibe gewonnen, lediglich der scheppernde Snare-Sound geht gar nicht. Mit der Mucke lässt sich halt nicht das große Geld verdienen, epische 7-Minüter wie “Counting Zeros” kann man auch kaum vermarkten. Was aber nix macht, denn hier wird mit Herzblut METAL im ursprünglichen Sinne zelebriert (und nicht im heutzutage fast durchweg kommerziellen…)! Das meist recht hohe Organ von Rob kann auch mal derber und tiefer, wie in dem rasanten “Caught in the Arc”. Hier reiht sich Granate an Granate und das man die gleich 4 Digi-Bonustracks über das Album verteilt und nicht ans Ende packt, spricht für die Stärke der Songs, die keinen Deut zu den anderen 10 Tracks abfallen. An Position 7, 9, 10 und 13 findet man jedenfalls seltenst Bonusmaterial, zudem noch seltener so großartiges wie “Mistress of the Night” oder “Order of the System Lords”! Das macht zusammen über 22 (!!!) Minuten geilen Bonusstoff. Der recht thrashige und doch melodische Titel- und Bandsong treibt jeden Banger ins metallische Paralleluniversum, in dem man mit dem ruhig beginnenden und dann speedigen Knaller “What the Dark will Undo” festgehalten wird. Ebenfalls speedig brettert der 4. Bonustrack “Scourge of Sin” aus den Boxen. Hammersong, ohne den man sich das Album eigentlich nicht vorstellen möchte!

Also dringende Empfehung:Digi zulegen! Selbst der letzte schnelle Titel “Hunt for the Fallen Angel” galoppiert auf dem hohen Niveau wie das gesamte Album. Es gibt also keinen Grund und keine Ausrede, sich dieses erneute Knallerwerk nicht in die Sammlung zu stellen – tun, sofort!

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