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SAINT JUDE - Diary Of A Soul Fiend

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Artist SAINT JUDE
Title Diary Of A Soul Fiend
Homepage SAINT JUDE
Label SAINT JUDE MUSIC/ CARGO
Veröffentlichung 03.05.2010
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Amerikanische Roots-Music kann ja bekanntermaßen viele Gesichter haben und eines haben sie alle gemeinsam: ihren im wahrsten Sinne des Wortes ursprünglichen Charakter und den Charme ehrlicher, handgemachter Musik. Und wie das mit Gesichtern so ist, manchmal hinterlässt der Zahn der Zeit eindeutige und unschöne Spuren in ihnen. Nicht so jedoch im Falle von SAINT JUDE!

Die fünf Südstaatler legen mit „Diary Of A Soul Fiend“ ihr in jeglicher Hinsicht konsequentes und – soviel sei vorweg genommen – durch und durch gelungenes Debütalbum vor. Sieben lange Jahre haben die vier Herren und die Frontfrau Lynn Jackaman bis zum Erscheinen des Rundstücks gearbeitet und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen (kommt schick im Digipack mit vielen Fotos und Liner Notes im Booklet) und hören lassen. Produziert von Chris Kimsey (u. a. ROLLING STONES) und gemixt von Tony Lash (u. a. DANDY WARHOLS) besticht zunächst einmal der sehr transparente und angenehm druckvolle Sound. Mit dem treibenden Opener „Soul On Fire“ wird dem geneigten Hörer dann auch gleich gezeigt, wo der Hase lang läuft, nämlich nach Süden. Man spielt Southern Rock mit ganz viel Soul und Gospeleinflüssen. Passend dazu ist die grandiose Stimme der charismatischen Jackaman dann auch irgendwo zwischen JANIS JOPLIN und Chris Robinson anzusiedeln. Überhaupt: BLACK CROWES! Die sind allgegenwärtig auf dem vorliegenden Dreher. Das macht aber überhaupt nichts, denn hier wird nicht stumpf abgekupfert, sondern lediglich gekonnt zitiert. Ein wenig hat man das Gefühl, man hätte es mit dem „musical companion“ der „southern harmony“ zu tun sozusagen. Nebenbei dürfte sich auch die eine oder andere Scheibe der ROLLING STONES (deren Gitarrist Ron Wood sogar ein kleines Gastspiel in dem Track „Garden Of Eden“ gibt) oder auch LYNYRD SKYNYRD oder gar der BLUES BROTHERS im Plattenschrank befinden. Fluffige Orgelsounds paaren sich mit Gospelmelodien und die Seele (sic!) des guten alten Rock n’ Roll erfreut sich ihres erfrischenden Lebens.

Ist das jetzt Mainstream? Ja, wenn man ihn rein über die Frage definiert, ob es sich hierbei um Musik handelt, die zugänglich für die Massen ist. Das trifft vor allem auf die balladesken Momente des Albums zu, die eindeutig Hit-Potential besitzen. Qualitativ jedoch stechen SAINT JUDE eindeutig aus der sprichwörtlichen Masse um mehrere Längen heraus. „Diary Of A Dope Fiend“ klingt runder und ausgereifter als viele andere Bands nach diversen Karriere-Jahrzehnten, und Perlen wie „Parallel Life“ findet man auch nicht an jeder dreckigen Straßenecke, auch nicht in Louisville, Kentucky. Konsequent und kompetent eben. Daumen hoch!

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Saint Jude 'Diary Of A Soul Fiend' Tracklist
1. Soul On Fire Button MP3 bestellen
2. Garden Of Eden Button MP3 bestellen
3. Little Queen Button MP3 bestellen
4. Down This Road Button MP3 bestellen
5. Down & Out Button MP3 bestellen
6. Pleased To Meet You Button MP3 bestellen
7. Angel Button MP3 bestellen
8. Rivers & Streams Button MP3 bestellen
9. Parallel Life Button MP3 bestellen
10. Southern Belles
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