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SAKRAMORTEM - Pastdespairfuture

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Sakramortem-PastDespairFuture.jpg
Artist SAKRAMORTEM
Title Pastdespairfuture
Homepage SAKRAMORTEM
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Frage nach einem Nachfolger werden sich viele Fans nach dem Ende von NOCTE OBDUCTA stellen. Wer könnte ähnlich intensive dunkle Dimensionen aus virtuoser Musik und tiefgehender Lyrik erschaffen?

Wohl kaum einer, aber einen kleinen Ausgleich dafür wollen SAKRAMORTEM aus dem Norden Deutschlands bieten. Und dies ist ihnen mit “Pastdespairfuture“ recht gut gelungen. Nach dem recht urtümlichen und nordisch orientierten Brachial-Einstieg „Kellerwelt“ zeigt das Quartett dann bei „Nihil“, was für sie Black Metal auch bedeuten kann. Schleppende Riffs, kalte Lead-Melodien, langsam und druckvoll walzende Doublebass, vielseitiger/ extremer Gesang und eine gewisse Eingängigkeit kreieren das beste Stück auf dem Album. Mit krankem Krächzen bis hin zu leidenden Shouts durchlebt Sänger Ben alle Höhen und Tiefen des Daseins. Dabei ist besonders erstaunlich, dass die gelungen düstere Atmosphäre alleine durch Gitarren-Sounds und ohne Synths erreicht wird! Diesem melancholischen Highlight steht mit „Schleier des Vergangenen“ ein wütendes, mit krassen Schreien, tiefsten Growls, Blasts und klirrenden Gitarren Bollwerk entgegen. Abgerundet wird dieser Kampf der Düsternis am Ende mit „Ausgebrannt“, wo vor allem Ben noch mal voll aus sich raus geht und diesmal mit energischen Vocals anstatt Screams oder Growls auf sich aufmerksam macht. Auch wenn diese nicht so ganz seine Stärke ist, markiert dieses Epos einen getragenen, tiefgehenden und runden Abschluss eines ordentlichen Albums, welches mit „Schleier des Vergangenen“ und „Nihil“ zwei richtig gute Beispiele düsterster Metal-Kunst bereithält.

In Sachen Tiefgang, Atmosphäre und Lyrik werden NOCTE OBDUCTA nicht so schnell erreicht werden. Und eigentlich kann man SAKRAMORTEM nur wünschen, dass sie es auch gar nicht versuchen, sondern ihren eigenen Weg gehen. Nach „Pastdespairfuture“ könnte dieser recht interessant werden.

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