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SARI SCHORR & THE ENGINE ROOM - A Force of Nature

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Artist SARI SCHORR & THE ENGINE ROOM
Title A Force of Nature
Label MANHATON RECORDS
Veröffentlichung 09.09.2016
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

Als Blues- und Rockliebhaber sollte ich an dieser Stelle wohl nicht gestehen, dass ich von SARI SCHORR vor dieser Rezi noch nie etwas gehört hatte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Dame bereits Mitglied in der „New York Blues Hall of Fame“ ist und das Internet Unmengen an Infos ausspuckt. Unzählige Touren mit Größen wie POPPA CHUBBY (hierzulande leider kaum ein Begriff) und JOE LOUIS WALKER ließen die Dame zu einer festen Instanz im Blues werden. Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass „A force of nature“ genau genommen ihr Debüt-Werk ist.

Und um eines vorweg zu nehmen – nach „Debüt“ hört sich das Werk ganz und gar nicht an. Denn schon „Ain’t got no money“ lässt das Bluesherz nach den ersten Klängen höherschlagen. Allein schon der Einstiegsriff erzeugt Gänsehaut. Und wenn dann der Gesang ertönt, wird man unweigerlich an die großen weiblichen Stimmen des Blues‘ oder auch Gospels erinnert. Ich denke da an BETH HART oder gar ARETHA FRANKLIN bis hin zu TINA TURNER (in ruhigeren Momenten). Damit war meine Neugier geweckt. Kopfnickend und Luftgitarre spielend genoss ich das nun folgende rockige „Aunt Hazel“ und den sanfteren Blueser „Damn the reason“, der mit seiner Orgel irgendwie einen Spagat zwischen Kitsch und Cool schafft. Als Song Fünf anfing stockte mir kurz der Atem. Folgt jetzt tatsächlich ein Cover von einem der (sorry für den Ausdruck) geilsten Rocksongs ever? Tatsächlich vergreift sich Madame SCHORR an RAM JAMs „Black Betty“ und macht daraus einen schweres, hartes, dreckiges Stück Rock. Dieses Stück kann man unmöglich leise hören. Spätestens beim Solo MUSS an der Lautstärke gedreht werden. Hammer! Einziger Nachteil – jedes nun folgende Stück steht im Schatten von „Black Betty“. Aber egal. Das heißt ja nicht, dass die folgenden Nummern schlecht sind. Im Gegenteil. Sie bluesen mal lässig, mal flott und zaubern mir das ein oder andere Grinsen aufs Gesicht. A Apropos Grinsen. Als ich das vorletzte Stück erkannt hatte, musst ich wirklich lachen. Die Dame hat sich doch tatsächlich darangemacht, „Stop! In the name of love“ von den SUPREMES zu covern. Etwas souliger als die vorherigen Stücke, aber dennoch mit viel Gitarre und einer tollen Darbietung am Mikro läuft dieses Cover dem Original definitiv den Rang ab. Als Albumabschluss folgt noch eine sachte Pianoballade und rundet das Bild dieses dynamisch und gut produzierten Albums ab.

Es ist meines Erachtens schwer, ein „gutes“ Blues-Album auf den Markt zu bringen. Der Spagat zwischen „alles schon mal dagewesen“ und „zu innovativ für klassischen Blues“ ist nicht immer einfach. SARI SCHORR macht das jedoch wunderbar. Das Album wirkt frisch, rockig, dennoch irgendwie urtümlich und hat mit einigen wirklichen Krachern wirklich etwas zu bieten. Und mal ehrlich – allein für „Black Betty“ verdient die Dame absoluten Respekt!

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Sari Schorr 'A Force of Nature' Tracklist
1. Ain't got no money
2. Aunt Hazel
3. Damn the reason
4. Cat and mouse
5. Black Betty
6. Work no more
7. Demolition man
8. Oklahoma
9. Letting go
10. Kiss me
11. Stop! In the name of love
12. Ordinary love
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