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SATYRA - Una Giornata Con I Lego

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Artist SATYRA
Title Una Giornata Con I Lego
Homepage SATYRA
Label EIGENPRODUKTION
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Und wieder einmal hat es ein „kleiner Italiener“ über die Alpen geschafft. Bzw. drei kleine Italiener, wenn man die Bandmitglieder zählt. Hier sind die Gründungsmitglieder Teo am Bass und Gesang und Vidoz am Schlagzeug zu nennen. Außerdem gibt es noch einen Gitarristen und zweiten Sangeskünstler, der vermutlich Trudo oder auch Betto The Ripper genannt wird. Ganz eindeutig sind die Angaben der Band da nicht. Auf jeden Fall wurde „Una Giornata Con I Lego“ („Ein Tag mit Lego“) 2004 noch mit Cambio Olio an den Saiten und Mikros eingespielt. In persona bekommt man die Herren weder auf dem Cover noch auf ihrer Homepage zu sehen. Konsequenterweise tauchen nur Lego-Männchen auf.

Aber kommen wir zur Hauptsache, der Musik. Das muntere Trio hat fünf flotte Songs auf dem Silberling gebannt und nachdem erste Telefonklingeltöne und entferntes Stimmengewirr verklungen sind, wird bei „il sogno“ ordentlich Tempo gemacht und geshoutet was das Zeug hält. Die Schlagzahl wird bei „l’essere nessuno“ noch mal erhöht, so dass manchem Headbanger schwindelig werden dürfte, wenn er hier durchgängig sein Haar schütteln sollte. „TainUma“ ist über weite Strecken instrumental; wird jedoch gesungen, dann macht das ein wenig den Eindruck, als brüllten sich die beiden Sänger gegenseitig an. Dabei darf gnadenloses Quälen der Saiteninstrumente und heftiges Eindreschen auf die Felle natürlich nicht fehlen. Im ersten Moment scheint „brucia la rabbia“ etwas Melodiöses zu haben, aber nach wenigen Takten besteht kein Zweifel, dass man der kruden Mischung aus Punk, Grind und Metal treu geblieben ist. So geht die EP auch mit „soffio contro il vento“ zu Ende. Schnellstmögliche, stakkatoartige Rhythmen kombiniert mit wüstem Gebrülle und fast geflüstertem Sprechgesang.

Da die Texte komplett in der Muttersprache der drei Metaller verfasst sind, kann ich zu deren Inhalten leider nicht viel sagen. Nach Bekunden der Band beruhen sie aber auf eigenen Erlebnissen, setzen sich mit der Gesellschaft auseinander und schildern Träume, Wünsche und Ängste. Einzig die von SATYRA erwähnte Melancholie konnte ich in der musikalischen Umsetzung nicht so recht entdecken. Aber welcher echte Schwermetaller will schon Melancholie? Stattdessen gibt es ordentlich was auf die Zwölf und wer bei dem vorgelegten Tempo die 22 Minuten Spielzeit im Moshpit durchhält, hat sich auch ein Bier verdient.

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